Studien / Kinder

 

fit4future powered by DAK-Gesundheit

Seit über zehn Jahren führt die Cleven-Stiftung in der Schweiz und in Deutschland das Präventionsprogramm fit4future in Grund- und Förderschulen durch, das Kinder durch zusätzliche Bewegungsangebote und eine gesunde Ernährung in ihrer Entwicklung fördern will.

Im Kontext des neuen Präventionsgesetzes wird fit4future von der DAK-Gesundheit als Kompetenzpartner unterstützt. Die bisherigen Materialien zu den Bereichen Bewegung und Ernährung für Schüler, Eltern und Lehrer wurden ergänzt und um den Baustein „Brainfitness und Stressbewältigung“ erweitert. Zusätzlich wurden im Bereich „Verhältnisprävention / System Schule“ verschiedene Module entwickelt, die Schulen bei der Umsetzung eines nachhaltigen Gesundheitsförderungsprozesses unterstützen sollen.

Offizieller Auftakt des Projekts fit4future war im April 2016 in Berlin mit dem damaligen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und dem nationalen fit4future-Botschafter Felix Neureuther. Bis 2018 können bundesweit 2.000 Grund- und Förderschulen fit4future-Schulen werden und an regelmäßigen Workshops teilnehmen. Zusätzlich erhalten sie Unterrichtsmaterialien sowie eine Spieltonne und eine Brainfitnessbox als Unterstützung für mehr Bewegung an den Schulen.

Inwieweit das Projekt nachhaltig das Verhalten und die Fitness der Schüler verbessert, ob die Gesundheit der Lehrkräfte gestärkt werden kann und ob die Schulen gesundheitsfördernde Strukturen etablieren – dies lesen Sie in einer umfangreichen wissenschaftlichen Evaluation:

- Evaluationsbericht 1: Körperliche Fitness und Gesundheitsverhalten von Kindern in fit4future-Schulen / Kurz-Bericht über das erste Projektjahr

- Evaluationsbericht 2: Körperliche Fitness und Gesundheitsverhalten von Kindern in fit4future-Schulen / Ausführlicher Bericht über das erste Projektjahr

Weitere Informationen:
Pressemeldung der DAK-Gesundheit vom 24.05.2018

Die Schulinitiative fit4future powered by DAK-Gesundheit wird in Kooperation mit der planero GmbH und der Cleven-Stiftung Deutschland durchgeführt und von der DAK-Gesundheit inhaltlich erweitert und finanziell unterstützt.

LOGIC-Studie

Der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Übergewicht und Adipositas ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich angestiegen. Damit verbunden sind zahlreiche Begleiterkrankungen wie frühzeitige Gefäßveränderungen, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes.

Inwieweit genetische Faktoren und der Lebensstil mit dem kurz-, mittel- und langfristigen Therapieerfolg bei übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen nach einer stationären Adipositas-Therapie assoziiert sind und ob bestimmte Parameter den individuellen Therapieerfolg vorhersagen können - dies ist die zentrale wissenschaftliche Fragestellung unserer LOGIC-Studie (Long-term effects of a lifestyle intervention in Obesity and Genetic Influence in Children). Seit dem Jahr 2006 führen wir diese in Kooperation mit der Klinik Schönsicht durch.

Mittlerweile nehmen fast 1.500 Kinder und Jugendliche an der Studie teil. Die Kinder und Jugendlichen werden in regelmäßigen Abständen (vor und nach der Therapie, nach 6 Monaten, nach 1, 2, 5 und 10 Jahren) bezüglich Gewichtsentwicklung, kardiometabolischer Parameter, Entzündungsmarker und Lebensstilfaktoren nachuntersucht.

Förderung:
Die Studie wurde über mehrere Jahre von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung und der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd gefördert.

Weitere Informationen:
Projekt-Homepage logic.sport.med.tum.de
ClinicalTrials.gov (NCT01067157)

JuvenTUM-Studie

Gesundheit und Wohlbefinden sind wesentliche Grundlagen für erfolgreiches Lernen. Jugend, Vitalität und Entwicklungsförderung sind daher die zentralen Inhalte des schulbasierten Präventionsprojekts JuvenTUM. Ziel des Programms ist, die körperliche Aktivität und Fitness der Schüler zu verbessern und den Anteil übergewichtiger Kinder zu reduzieren.

Das Präventionsprogramm besteht aus drei Stufen:

•    Stufe 1 richtet sich an Grundschüler. Es beinhaltet zehn Gesundheitsprojektstunden mit Arbeitsblättern für Schüler, Gesundheitszeitungen für die Familien sowie Lehrerfortbildungen und Elternabende.

•    In Stufe 2 werden zehn weitere Gesundheitsprojektstunden für alle Schüler durch- sowie Lehrerfortbildungen und Elternabende fortgeführt. Zusätzlich erhalten sie Materialien für eine wöchentlich stattfindende Fit-AG für übergewichtige Kinder bzw. Kinder mit motorischem Förderbedarf.

•    In Stufe 3 werden Schüler von Mittel- und Realschulen durch wöchentliche Lifestyle-Stunden in ihrem gesundheitsfördernden Verhalten unterstützt. Dazu treffen sich die Lehrer vier bis sechs Mal pro Jahr in einem Gesundheitsteam und planen die Unterrichtsinhalte und gesundheitsfördernde Maßnahmen an den Schulen. Ergänzend werden Eltern-Informationsbriefe in verschiedenen Sprachen verteilt und Elternabende sowie Lehrerfortbildungen durchgeführt.

Evaluation und Ergebnisse:

•    Stufe 1: Positive Effekte auf die Körperkomposition zeigte die wissenschaftliche Evaluation an 724 Grundschulkindern in acht bayerischen Schulen über ein Schuljahr.

•    Stufe 2: Eine geringere Zunahme des Bauchumfangs bei gleichzeitig verbesserter körperlicher Fitness ergab die Fortführung des Projekts bei den Projektkindern.

•    Stufe 3: Positive Effekte auf den Gefäßzustand sowie eine deutliche Zunahme der körperlichen Fitness im Vergleich zu den Schülern in den Kontrollschulen zeigten sich bei der wissenschaftlichen Evaluation an über 800 Kindern von 15 Mittel- und Realschulen in München und Umgebung. Durchgeführt wurden über vier Jahre hinweg körperliche Untersuchungen, Blut- und Gefäßuntersuchungen, ein Fitnesstest sowie Befragungen zum Aktivitäts- und Ernährungsverhalten.

Förderung:
Über viele Jahre wurde das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege unterstützt. Aktuell wird es mit Unterstützung der BMW BKK an vier Schulen im Raum Dingolfing umgesetzt.

Weitere Informationen:
Projekt-Homepage www.juventum.med.tum.de
ClinicalTrials.gov (NCT00988754)

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