2018

18.9.: Lauftraining mit Box-Europameister Alem Begic

Let’s get ready to run! Läufer und Boxfans haben am 18. September die einmalige Gelegenheit zu einer ganz besonderen Trainingseinheit mit Boxer Alem Begic (21 Profikämpfe, 21 Siege). Der Münchner K. O.-Spezialist ist amtierender Europameister des Weltverbandes IBF und steht in der Liste der Top 15-Boxer weltweit. Beim kostenfreien BKK Mobil Oil Lauftreff wird er seine besten Trainingstipps verraten, ein Box-Warm-up mit Schattenboxen, Seilspringen u. v. m. leiten, eine Stunde mitlaufen und Autogramme geben. Seien Sie dabei!

- Kostenfreier BKK Mobil Oil Lauftreff im Englischen Garten
- Dienstag, 18. September
- Treffpunkt: 19 Uhr, vor dem HVB Club, Am Eisbach 5, München
- Weitere Informationen: www.bkk-mobil-oil.de/lauftreff

Seit 12 Jahren ist unser Zentrum medizinischer Partner des kostenfreien und für Jedermann offenen Präventionsprojekts. Beim Lauftreff können Freizeit- und ambitionierte Läufer ganzjährig unter professioneller Leitung trainieren – jeden Dienstag, nur nicht an Feiertagen. Vier Gruppen stehen zur Wahl, damit niemand über- oder unterfordert wird. Regelmäßig sind prominente Sportler und Experten vor Ort.

Hintergrundinformationen zu Alem Begic:
Alem Begic (31) ist kein typischer Box-Profi – der sympathische Sportler hat ein abgeschlossenes Architekturstudium, arbeitet als Immobilienbewerter und studiert seit kurzem Immobilienökonomie. Nach seinem Sieg bei der EM im Juni kam er extra mit seinem goldenen Gürtel zu uns in die Ambulanz, um sich bei Prof. Halle und unserem Team für die Betreuung und Motivation während der vergangenen Monate zu bedanken. Dank umfassender Untersuchungen inklusive Laktattest, Spiroergometrie sowie Prof. Halles maßgeschneiderten Empfehlungen zu Training und Regeneration konnte er sich „enorm verbessern“, erklärte Alem. Sein nächstes Ziel: Weltmeister werden. Rund 16 Stunden pro Woche trainiert der sympathische Sportler für seinen Traum und vertraut dabei auf starke Partner wie unser Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München.

Wir freuen uns mit Dir, Alem über Deinen bisherigen Erfolg und unterstützen Dich gerne weiter!   

Bildnachweise: links Dario Zimmerli, rechts Silvia Béres.

EAPC Sports Cardiology Course

Welcome to the 4th EACP Sports Cardiology Course! We have put together an exciting program for you: Look forward to top international experts and extraordinary cardiological cases. You will learn the latest research results and receive clear recommendations for action on "sports as medicine" – so that you can better serve and advise your patients.

Special thanks to all the speakers and the organising committee as well as to all employees who have worked on the implementation of our congress!

At www.sport.mri.tum.de/congresses / www.sport.mri.tum.de/kongresse, you find our next congress dates. We would be very happy to welcome you once again!

Kardiologie: Prof. Halle ist neuer designierter Präsident der EAPC

Portrait Prof. Halle mit Krawatte

Wenige Tage vor unserem internationalen Sportkardiologie-Kongress ist unser Ärztlicher Direktor für die Amtsperiode 2020 bis 2022 zum Präsidenten der European Association of Preventive Cardiology (EAPC) der European Society of Cardiology (ESC) gewählt worden. Wir gratulieren von Herzen! Von heute an bis 2020 fungiert Prof. Halle als President-Elect der EAPC. Die Gesellschaft und ihre mehr als 6.700 Mitglieder engagieren sich in der Forschung und Aufklärung der Prävention und Sekundärprävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Welche Ziele er sich für das Amt des designierten Präsidenten gesetzt hat, was Bluthochdruck-Patienten durch eine Sporttherapie erreichen können und warum er bei der Betreuung der Patienten im Bereich nachhaltige Lebensstilumstellung großen Nachholbedarf in Deutschland sieht – das hat Prof. Halle im Rahmen des ESC-Kongresses in München verraten. Rund 31.000 Kardiologen aus aller Welt nehmen an dem fünftägigen Fachkongress teil.

Sie sind Vorreiter von „Sport als Medizin“ und setzen körperliches Training wie ein zusätzliches Medikament ein. Was sind Ihre wichtigsten Ziele im Amt des designierten Präsidenten?

Prof. Halle: „Innerhalb der europäischen Gesellschaft für Kardiologie ist der Bereich präventive Kardiologie und Sportkardiologie nach wie vor unterrepräsentiert. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass hier ein größeres Bewusstsein auch innerhalb der ESC vorhanden ist. Die Kooperation auszubauen und vor allen Dingen auch Präventionsmaßnahmen in Ländern wie Russland und den arabischen Staaten zu initiieren, halte ich für sehr wichtig. Dies gilt es, gemeinsam zu starten und diese Länder mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko zu integrieren und zu unterstützen. Sport ist wirksam wie ein Medikament und kann viele Krankheiten und vorzeitige Todesfälle verhindern – wenn das Training richtig und individuell dosiert wird. Mit Aufklärungsarbeit und konkreten Handlungsempfehlungen können wir hier viel erreichen.“

Fast jeder dritte Erwachsene leidet an Bluthochdruck und hat damit ein erhöhtes Risiko u. a. für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche. Was können Bluthochdruck-Patienten durch eine Sporttherapie schaffen?

Prof. Halle: „Einem gesunden, aktiven Lebensstil wird bei Bluthochdruck eine große Bedeutung beigemessen. Dies bestätigen die neuen Behandlungsleitlinien zu Diagnostik und Therapie erhöhten Blutdrucks, die heute beim ESC vorgestellt wurden. Entscheidend ist, dass normale Blutdruckwerte jetzt etwas niedriger definiert werden. Gewichtsabnahme und Intensivierung körperlicher Aktivität spielen hier eine entscheidende Rolle. Das Zusammenspiel zwischen Lebensstil und Medikamenten ist gerade bei Hypertonie von besonderer Bedeutung – aber nicht nur hier, sondern auch besonders beim Diabetes, der bei diesen Patienten häufig vergesellschaftet ist.
Die Praxis zeigt: Eine regelmäßige Ausdauerbelastung kann erhöhten Blutdruck bereits nach etwa drei Monaten um rund zehn mmHg senken. Dies lässt sich häufig bereits durch fünf Mal die Woche 15 Minuten zügiges Walken erreichen. Oft können dann Medikamente reduziert bzw. in leichten Fällen sogar weggelassen werden – also im Idealfall: Training statt Medikamente.“

Was raten Sie Ärztekollegen – wie schaffen Sie es, Patienten dauerhaft für einen aktiven Lebensstil zu begeistern?

Prof. Halle: „Es reicht nicht, wenn der Hausarzt dem Patienten empfiehlt, dass er körperlich aktiv werden sollte. Je klarer die Anleitung, umso größer ist die Motivation des Patienten und umso größer ist die Chance, dass das körperliche Training langfristig einen selbstverständlichen Platz im Alltag erhält, wie das Zähneputzen oder die Medikamente, die der Patient täglich einnimmt. Für eine flächendeckende, nachhaltige Lebensstilumstellung braucht es aber nicht nur den Arzt – wir müssen die Berufsgruppen verknüpfen: Ärzte, Ernährungswissenschaftler, Sportwissenschaftler, Krankenschwestern und andere. Dies ist eine zentrale Herausforderung für die optimale Versorgung von Patienten – egal, ob mit Herz-Kreislauf-Risikofaktoren oder bereits einer Herzerkrankung. Hier besteht nach wie vor ein großer Nachholbedarf vor allen Dingen in Deutschland. Da sind die skandinavischen Länder und auch England viel besser aufgestellt. Dringend notwendig ist ein europäisches Konzept, angepasst auf jedes Land – hinsichtlich Kultur, Versorgungsstrukturen und Gesundheitssystem. In der wissenschaftlichen Gesellschaft EAPC verbinden wir die Expertise der verschiedenen Berufsgruppen, mit dem Anspruch, Patienten dauerhaft besser versorgen zu können.“

Für mehr Fotos klicken Sie auf unsere Facebook-Seite.

EAPC Sports Cardiology Course

29./30.08.2018, Munich: Immediately after the Congress of Cardiologists of the European Society of Cardiology (ESC), top international experts present exciting sports cardiological cases at the Klinikum rechts der Isar. Local host: Martin Halle, MD, Professor of Preventive Cardiology and Sports Medicine.

Enjoy Key Note Lectures by Antonio Pelliccia (Rome, Italy), Mark Haykowsky (Arlington, USA) and Georg Schmidt (Munich, Germany). Take the opportunity for 1.5 days of clenched information. Discuss with the best of the best during and beyond the sessions.

Program

Registration


Venue

Target audience:
Cardiologists / Sports Cardiologists, Physiotherapists, Clinicians, Imaging specialists

Key Features of the Program:
- Cases presented by juniors and seniors
- Experts discuss cases
- Sports cardiology and cardiac rehabilitation with sports medical aspects

Topics:
Diagnostics and eligibility in CHD, CAD, CHF, AF, HTN, HCM, Myocarditis, VHD, Imaging

Sign up now. We look forward to you!

More special events: www.sport.mri.tum.de/kongresse.

Unsere Ärztin Dr. Katrin Esefeld fährt erneut zum Ironman Hawaii

Mit ihrem phänomenalen Altersklassen-Sieg beim Ironman Switzerland hat sich unsere Funktions-Oberärztin Dr. Katrin Esefeld zum achten Mal in Folge für die Triathlon-WM – den Ironman Hawaii – qualifiziert. Wir gratulieren von Herzen!

Seit zehn Jahren ist Dr. Katrin Esefeld an unserem Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München tätig. Kürzlich hat sie ihre Prüfung zur Fachärztin für Innere Medizin bestanden. Ihre Belohnung war die Anmeldung für den Langdistanz-Triathlon (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen). Nach langem Lernen, viel Arbeit und wenig Training war die dreifache Triathlon-Weltmeisterin (Altersklasse) und siebenfache Ironman Hawaii-Finisherin „dieses Mal ohne große Ambitionen“ an den Start gegangen. Für sie stand „der Spaß absolut im Vordergrund“.

Mit ihrer überragenden Leistung in Zürich hat sie sich und viele andere Athleten überrascht und begeistert.
Nach 10:09 Stunden überquerte sie die Ziellinie, bei über 30 Grad. Rund 40 Minuten betrug ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte ihrer Altersklasse 30 bis 39.

Weitere Fotos und Informationen:
- www.facebook.com/sportmritum
- www.kati-esefeld.de

Bildnachweis: Cornelia Löffel

Mit Sport gegen erblichen Brustkrebs

Samstag, 30. Juni: Patientinnentag im Klinikum rechts der Isar +++ Neue Erkenntnisse und Empfehlungen zu Prävention und Therapie (Schulmedizin + Naturheilverfahren) +++ Expertenvorträge durch Dr. Daniela Paepke, Oberärztin der Frauenklinik, Präventivmediziner Prof. Martin Halle u. v. m. +++ Grußwort durch Prof. Marion Kiechle, Wissenschaftsministerin und ehemalige Direktorin der Frauenklinik +++ Teilnehmerinnen für LIBRE-Studie gesucht


Rund 75.000 Frauen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu an Brustkrebs. Bis zu 20 Prozent sind familiär vorbelastet. Inwiefern Ausdauersport und eine Ernährungsumstellung bei diesen Hochrisikopatientinnen präventiv wirken und die Lebensqualität verbessern, untersucht derzeit die sogenannte LIBRE-Studie. Sie ist die weltweit erste vorausschauende Studie zu diesem Thema. Initiiert wurde sie von der Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar der TU München. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt die Studie finanziell.

Was erwarten die Mediziner von der Studie, wie können Frauen ihr persönliches Risiko für Brust- und Eierstockkrebs senken und wie lässt sich eine Krebsbehandlung naturheilkundlich unterstützen? Darüber informieren renommierte Experten beim kostenfreien Patientinnentag „Brust- und Eierstockkrebs“ am Samstag, 30. Juni, von 9:30 bis 15:30 Uhr im Klinikum rechts der Isar, Ismaninger Straße 22, Hörsaal B.

Vorträge halten u. a. Dr. Daniela Paepke, Oberärztin der Frauenklinik und Prof. Martin Halle vom Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München. Wissenschaftsministerin Prof. Marion Kiechle wird das Grußwort sprechen. Veranstalter ist die Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen.

Dr. Paepke: „Wir zeigen Krebspatientinnen auf, wie sie sich aus der passiven Rolle befreien und aktiv zum Therapieerfolg beitragen können. Etablierte Verfahren wie zum Beispiel eine Mistel-Therapie sowie eine Bewegungstherapie können nachweislich dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern und die Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung (etwa das Fatigue-Syndrom) zu senken.“

Teilnehmerinnen für LIBRE-Studie gesucht
Mit Bewegung und Ernährung gegen erblichen Brustkrebs – inwiefern lassen bei Hochrisikopatientinnen durch einen gesunden Lebensstil Lebensqualität und Prognose verbessern? Das untersucht die LIBRE-Studie, die in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe durchgeführt wird. 750 Patientinnen in deutschlandweit 18 Zentren sollen daran teilnehmen. Noch werden Teilnehmerinnen gesucht. Information über Daniela Schemmer von der Frauenklinik, Tel. 089 / 41 40-24 233.
Wer kann teilnehmen? Gesunde und erkrankte Frauen mit Mutationen in den Genen BRCA 1 und BRCA 2, im Alter zwischen 18 und 70 Jahren.

Was erwartet die Teilnehmerinnen? Die Interventionsgruppe absolviert ein dreimonatiges Programm mit strukturiertem Ausdauertraining und betreuter Ernährungsumstellung Kost. Die Kontrollgruppe erhält eine einmalige Aufklärung über den Nutzen regelmäßiger körperlicher Aktivität sowie zu gesunder Ernährung. Die Teilnehmerinnen beider Gruppen werden zu Beginn der Studie, nach drei Monaten und dann einmal jährlich sportmedizinisch untersucht und befragt.
Mit welchen Ergebnissen rechnen die Experten? Sie erwarten eine deutliche Verbesserung der körperlichen Fitness, des Ernährungszustandes, des Gewichtes, der Stressverarbeitung und der Lebensqualität. Langfristig wollen sie mit der Studie Wege finden, das Risiko des (Wieder-)Auftretens von Brustkrebs zu senken.

Hintergrund zu Bewegungs- und Sporttherapie
„Aus unseren großen Studien wissen wir: Je fitter ein Patient in eine Tumortherapie geht, umso besser verträgt er sie. Körperliche Aktivität holt Patienten aus ihrer Schockstarre. Eine Sporttherapie ermöglicht ihnen, das Heft wieder ein Stück weit selbst in die Hand zu nehmen. Wir empfehlen daher: Mit dem ersten Tag der Diagnose muss das Training beginnen“, erklärt Prof. Martin Halle, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München. Mit einem individuellen, moderaten Bewegungstraining sowie ernährungsmedizinischen Maßnahmen unterstützt sein Zentrum Patienten in allen Phasen einer Krebstherapie. Prof. Halle ist Vorreiter von „Sport als Medizin“. Er dosiert körperliches Training wie ein Medikament („Sport auf Rezept“). Bereits 2008 hat er eine Spezialambulanz für „Sport und Ernährung bei Krebs“ eingerichtet.

Linktipps:

- Flyer Patientinnentag

- Flyer zur LIBRE-Studie

- Frauenklinik empfiehlt Naturheilverfahren ergänzend zur Schulmedizin

- Flyer „Aktiv gegen Krebs“

- Nachbericht Patientenforum „Bewegung und Sport – dem Krebs davonlaufen?“

Fortbildung „Knie und Herz“ + EAPC Sports Cardiology Course

Tipp für Ärzte, Sportwissenschaftler, Ernährungswissenschaftler, Trainer, Sportlehrer, Physiotherapeuten und Journalisten: Zwei spannende Fachveranstaltungen unseres Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München (Univ.-Prof. Halle) stehen bevor. Nachfolgend alle Details. Programm und Anmeldung via www.sport.mri.tum.de/kongresse. Weitersagen! Wir freuen uns auf Sie!

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4. Juli: Kostenfreie prevenTUM-Fortbildung „Knie und Herz" – mit top Referenten und Box-Europameister Alem Begic

Nach unserer erfolgreichen prevenTUM-Fortbildung „Muskeln. Sehnen. Herz.“ mit fast 500 Teilnehmern (Rückblick) laden wir Sie ganz herzlich zur zweiten gemeinsamen Fachveranstaltung mit der Abteilung für Sportorthopädie am Klinikum rechts der Isar (Univ.-Prof. Imhoff) ein! „Knie und Herz" – auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Kombination; Freizeit- und Spitzensportler, die sich sportmedizinisch auf Herz und Kreislauf untersuchen lassen möchten, sind jedoch häufig auch von orthopädischen Verletzungen, etwa am Knie, betroffen. Neben internistisch-kardiologischen Fragestellungen treten oft auch Fragen nach der richtigen Therapie und dem Wiedereinstieg ins Training bzw. den Wettkampf auf.

Um unsere Patienten optimal und ganzheitlich medizinisch versorgen und betreuen zu können, bieten wir – die Sportkardiologen und die Sportorthopäden am Klinikum rechts der Isar –eine gemeinsame Sprechstunde an und arbeiten darüber hinaus eng zusammen. Hören Sie am 4. Juli Vorträge unserer Experten, wie Patienten nach Kreuzbandverletzungen, bei Aortenklappenerkrankungen und Hypertonie Sport treiben können. Diskutieren Sie mit uns! Den Abschluss unserer Fortbildung bildet ein Talk mit Boxer Alem Begic. Der frischgebackene Europameister des Weltverbandes IBF im Halbschwergewicht wird u. a. schildern, wie er sich durch unsere Untersuchungen inklusive Laktattest und Spiroergometrie sowie unsere individuellen Empfehlungen zu Training und Regeneration „enorm verbessern konnte“.

Linktipps:
- Innere Medizin / Sportkardiologie
- Leistungssport-Broschüre
- Sportmedizin / Freizeitsport

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29.-30. August: EAPC Sports Cardiology Course, Klinikum rechts der Isar, München

Direkt nach dem Kardiologenkongress der European Society of Cardiology (ESC) stellen internationale Top-Experten bei uns am Klinikum rechts der Isar spannende sportkardiologische Fälle vor. Freuen Sie sich außerdem auf Key Note Lectures von Antonio Pelliccia (Rom), Mark Haykowsky (Arlington, USA) und Georg Schmidt (München). Nutzen Sie die Gelegenheit für 1,5 Tage geballte Information. Diskutieren Sie mit den Besten der Besten während und nach den Sitzungen.

Local host:
Univ.-Prof. Halle

Key Features of the Programme:
- Cases presented by juniors and seniors
- Experts discuss cases
- Live patients/athletes
- Sports cardiology and cardiac rehabilitation with sports medical aspects

Topics:
Diagnostics and eligibility in CHD, CAD, CHF, AF, HTN, HCM, Myocarditis, VHD, Imaging

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Melden Sie sich jetzt unter www.sport.mri.tum.de/kongresse an. Wir freuen uns auf Sie!

„LAUF10!“-Abschlusslauf am 13. Juli – seien Sie dabei!

Rund 35.000 ehemalige Couch Potatos aus Bayern trainieren seit Ende April für „LAUF10!“, um innerhalb von zehn Wochen fit für zehn Kilometer Walken bzw. Laufen zu werden. Sie auch? Am 13. Juli findet der große Abschlusslauf in Wolnzach statt. Melden Sie sich jetzt an und feiern Sie sich für Ihr Durchhaltevermögen, gemeinsam mit tausenden Mitstreitern.

Linktipps:
Video „Anmeldung zum Abschlusslauf“ / Das Projekt „LAUF10!“ / Präventionsmedizin / Trainingspläne

2007 hat das BR Fernsehen das Erfolgsprojekt „LAUF10!“ gemeinsam mit uns und dem Bayerischen Leichtathletikverband ins Leben gerufen. Als medizinischer Partner begleiten wir über den Zeitraum von zehn Wochen traditionell vier Protagonisten. Zur Halbzeit hatten sich die Blutdruck- und Stoffwechselwerte der vier verbessert, alle sind fitter, haben Gewicht verloren und fühlen sich auch mental besser. Von den gesundheitlichen Fortschritten der vier Vorläufer zeigte sich unser Ärztlicher Direktor Prof. Martin Halle im Abendschau-Studio begeistert: „Das ist wirklich Wahnsinn... Ich bin hin und weg.“ Sehen Sie den Studiotalk und das gemeinsame Training im Video (ca. 8 min ab 20:30 min). Warum präventivmedizinische Untersuchungen so wichtig sind, hat in dieser Staffel auch Teilnehmerin Steffi untermauert, bei der wir Herzrhymthmusstörungen unter maximaler Belastung festgestellt hatten (Video) – nach weiteren Untersuchungen kann sie aber längst am Training teilnehmen.

Wir sind STOLZ auf Steffi, Maria, Nadja und Sascha und wünschen ihnen und allen weiteren Teilnehmern von „LAUF10!“ von Herzen alles Gute für das weitere Training. Bleiben Sie in Bewegung und genießen Sie Ihre bessere Fitness und Ihre gesteigerte Lebensqualität!

Neue Studie – „Senioren: körperliche Aktivität als Medizin“

Bewegungsmangel im Alter ist die maßgebliche Ursache für Stürze, Bettlägerigkeit und soziale Isolation. „Wer nicht trainiert, verliert bis zum 80. Geburtstag rund 50 Prozent seiner Muskelmasse und hat damit ein hohes Risiko für Stürze und Knochenbrüche“, erklärt unser Ärztlicher Direktor Prof. Martin Halle. Ein individuelles körperliches Training hilft, Mobilität, Lebensqualität und seelische Gesundheit zu verbessern. „Es ist nie zu spät, damit anzufangen, sich mehr zu bewegen“, so Prof. Halle weiter. Mit der Eröffnung eines Think Labs in Rottach-Egern fiel heute der Startschuss für unsere neue wissenschaftliche Studie „bestform. Sport kennt kein Alter“.

In den kommenden sechs Monaten entwickeln wir ein universal einsetzbares Bewegungsprogramm für Senioreneinrichtungen in ganz Deutschland. Das Pilotprojekt wird von der Beisheim Stiftung gefördert. Rund 50 Bewohner des KWA Stifts Rupertihof und des Diakoniewerks München-Maxvorstadt nehmen daran teil.

Linktipps:
- Details zu unserer neuen Studie
- Pressemappe
- Presseveröffentlichung Münchner Merkur (Ausgabe vom 11.06.2018)

Bildnachweise:
- Foto 1: Silvia Béres
- Fotos 2 bis 4: Jörg Urbach / KWA

1. Platz beim Posterpreis

Otto Zelger

Herzlichen Glückwunsch an unsere Mitarbeiterin Julia Schönfeld! Die Sportwissenschaftlerin (M.Sc.) hat den 1. Platz beim Posterpreis im Rahmen des 1. Deutschen Olympischen Sportärztekongresses von DGSP und GOTS gewonnen. Wir freuen uns mit ihr!
 
Darum geht es auf ihrem Poster:
Mittels des neuen Testverfahrens der statischer Posturographie (=Methode der Haltungsmessung / Gleichgewichtsanalyse) wurden an 181 Leistungssportlern verschiedener Sportarten sowohl die akuten als auch chronischen Auswirkungen von vorherigen Gehirnerschütterungen untersucht. Hierbei zeigte sich, dass eine Gehirnerschütterung zu einer akuten Verschlechterung der Messparameter führte, diese sich aber nach einigen Wochen wieder normalisierten. Nichtsdestotrotz zeigten sich Unterschiede zwischen den Sportarten. Somit kann davon ausgegangen werden, dass Sportarten, die mit rezidivierenden Gehirnerschütterungen einhergehen, hier auch mit messbaren Einschränkungen assoziiert sind.
 
Hier sehen Sie das Poster (PDF).

Bildnachweis: PD Dr. Johannes Scherr

Lauftreff „Sportmedizin" mit Otto Zelger

Otto Zelger

Dienstag, 05.06.2018, ab 19 Uhr im Englischen Garten: Otto Zelger vom Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München beim kostenfreien BKK Mobil Oil-Lauftreff


Warum sich Freizeitläufer regelmäßig sportmedizinisch untersuchen lassen sollten, woran es liegen kann, dass man trotz Training nicht besser wird und bei welchen Symptomen unbedingt eine Sportpause eingelegt werden sollte – dies und vieles mehr erklärt unser Arzt Otto Zelger am Dienstag, 05.06.2018. Er ist Experte beim kostenfreien BKK Mobil Oil-Lauftreff. Seit 12 Jahren sind wir medizinischer Partner des für Jedermann offenen Präventionsprojekts.

Treffpunkt: 19 Uhr, vor dem HVB Club, Am Eisbach 5, München. Zunächst geht es 15 Minuten um das Thema „Sportmedizin", im Anschluss findet wie gewohnt das einstündige Lauftraining in vier Leistungsgruppen statt. Den Abschluss bildet ein 20-minütiges Athletiktraining. Laufbegeisterte sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Beim Lauftreff können Freizeit- und ambitionierte Läufer ganzjährig unter professioneller Leitung trainieren – jeden Dienstag, nur nicht an Feiertagen.

„Häufig trainieren sie zu viel"
Schwäche, Müdigkeit, Schlafstörungen oder geringer Appetit: Nicht wenige Freizeitsportler leiden unter solchen Überlastungssymptomen. „Häufig trainieren sie zu viel und wundern sich, warum sich ihre Leistung nicht verbessert", weiß Zelger, der seit 28 Jahren an unserem Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München tätig ist. Eine umfassende internistisch-sportmedizinische Untersuchung inklusive Laktat-Leistungsdiagnostik verschafft hier Klarheit und ermöglicht eine individuelle Trainingsberatung. Außerdem erhalten Sportler Tipps, wie sie durch die richtige Abstimmung aus Trainingsreiz und Pausen leistungsfähiger werden, denn „Erholungsphasen sind auch Trainingsphasen", so Zelger weiter. In der Ambulanz am Georg-Brauchle-Ring untersucht er Frauen und Männer jedes Leistungsniveaus, vom Sportmuffel bis zum Olympiasieger. Zusätzlich ist er Verbandsarzt des Bayerischen Leichtathletik-Verbands.

Ist mein Herz gesund?
Läufer jeden Alters sollten wissen, ob ihr Herz und ihre Gefäße gesund sind und welche „Dosis" und Trainingsintensität optimal sind. Regelmäßige sportmedizinisch-internistische Untersuchungen verschaffen ihnen Gewissheit über ihren Gesundheitsstatus und ihr Leistungsvermögen. Außerdem lassen sich damit Funktionsstörungen, Überlastungsschäden und Herzerkrankungen vermeiden oder frühzeitig feststellen. Eine internistisch-sportkardiologische Untersuchung empfiehlt sich spätestens ab 35 Jahren, insbesondere aber vor intensiven körperlichen Belastungen, etwa einem Marathon. Denn immer wieder sterben Freizeitsportler an einem plötzlichen Herztod. Als häufigste Ursachen gelten angeborene Herzfehler und verschleppte Infekte.

Vorankündigung: die nächsten Promi- und Experten-Lauftreffs

• Dienstag, 19.06.2018: Lauftreff „Lauftechnik" mit Bianca Meyer

2017 war sportlich ein sehr erfolgreiches Jahr für die Inhaberin der Running Company, Münchens führender Laufschule: Sie gewann sowohl den Wings for Life World Run in München (mit 51,23 Kilometern), als auch den München Marathon (in 2:49.32 h). Kurz vor dem Stadtlauf wird sie zeigen, wie man effektiver und schneller läuft.

• Dienstag, 24.07.2018: Promi-Lauftreff mit Johannes Trefz
Der mehrfache Deutsche Meister über 400 Meter wird direkt nach den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften zum Lauftreff kommen und mittrainieren. Im Rahmen des DM-Wochenendes möchte sich der 25-Jährige einen Startplatz für die Europameisterschaften im August in Berlin sichern.

„Laufen steigert die Lebensqualität"
„Laufen steigert die Lebensqualität, fördert die Gesundheit, baut Stress ab und setzt neue Kräfte frei. Mit unseren vier Gruppen für jedes Leistungsniveau ermöglichen wir ein effektives, professionelles Training", erklärt David Göllner von BKK Mobil Oil. Bereits 2005 hat er den beliebten Lauftreff ins Leben gerufen.

Vom Triathlon-Weltmeister bis zum Rodel-Olympiasieger
Zur Motivation der Teilnehmer trainieren regelmäßig prominente Sportler und Moderatoren mit. Mehr als 80 Prominente sind bereits mitgelaufen – etwa die Gold-Rodler Natalie Geisenberger und Felix Loch, die Skistars Fritz Dopfer und Markus Wasmeier, die Paralympics-Sieger Verena Bentele und Gerd Schönfelder, die Triathlon-Asse Faris Al-Sultan und Dr. Katrin Esefeld, die Leichtathleten Christina Hering und Laurin Walter, die Moderatoren Monica Ivancan, Annemarie Carpendale, Pierre Geisensetter u. v. m.

EAPC Sports Cardiology Course – jetzt anmelden!


Top Kongress für Mediziner vom 29.-30.08.2018 in München: Direkt nach dem Kardiologenkongress der European Society of Cardiology (ESC) stellen internationale Experten am Klinikum rechts der Isar spannende sportkardiologische Fälle vor. Nutzen Sie die Gelegenheit für 1,5 Tage geballte Information, u. a. mit Key Note Lectures von Antonio Pelliccia (Rom), Mark Haykowsky (USA) und Georg Schmidt (München). Diskutieren Sie mit den Besten der Besten während und nach den Sitzungen. Sichern Sie sich jetzt einen der begehrten Plätze!

Programm und Registrierung
www.sport.mri.tum.de/kongresse

EAPC Sports Cardiology Course
- Date: August 29-30, 2018
- Venue: Klinikum rechts der Isar, Munich, Germany
- Local host: Martin Halle, MD, Professor of Preventive Cardiology and Sports Medicine
- 1.5 days of intense teaching

Key Features of the Programme
- Cases presented by juniors and seniors
- Experts discuss cases
- Live patients/athletes
- Sports cardiology and cardiac rehabilitation with sports medical aspects
- Three Key Note Lectures: Antonio Pelliccia, Rome; Mark Haykowsky, USA; Georg Schmidt, Munich

Topics
Diagnostics and eligibility in CHD, CAD, CHF, AF, HTN, HCM, Myocarditis, VHD, Imaging

Bildnachweis: Bernd Ratzke

Neue Studienergebnisse: „fit4future“ macht Schüler fitter


Ein Jahr nach dem Start des bundesweiten Präventionsprogramms von Cleven-Stiftung und DAK-Gesundheit mit Botschafter Felix Neureuther bewegen sich die Kinder mehr und sind körperlich fitter. Das zeigt eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung unseres Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München.

Für die Evaluation wurden insgesamt 730 Jungen und Mädchen zu Beginn und am Ende der zweiten Klasse befragt und deren körperliche Leistungen untersucht. „fit4future“ setzt in Grund- und Förderschulen an und vermittelt den Schülern Spaß an Bewegung, ausgewogener Ernährung und gibt Impulse zur Stressbewältigung und Entspannung. Seit Start der Initiative im Jahr 2016 nehmen 1.500 Schulen mit rund 450.000 Kindern und Lehrkräften in ganz Deutschland am Präventionsprogramm teil. Im Herbst 2018 kommen 500 weitere Grund- und Förderschulen hinzu.

„Die Ergebnisse im ersten Projektjahr spiegeln signifikante Verbesserungen im Bereich der körperlichen Fitness sowie eine Zunahme der körperlichen Aktivität der Kinder wider“, so Professor Martin Halle, Ärztlicher Direktor unseres Zentrums für Prävention und Sportmedizin an der TU München. Der Anteil der Schüler, die täglich oder fast täglich mehr als 60 Minuten körperlich aktiv sind, stieg durch „fit4future“ von 18 auf 24 Prozent an. Gleichzeitig ging der Anteil der Kinder, die täglich Süßigkeiten essen, von 40 Prozent auf 34 Prozent zurück. Auf zuckerhaltige Getränke verzichtete jedes fünfte Kind nach Ablauf der zweiten Klasse. Zuvor waren es nur 14 Prozent. Die körperliche Verfassung der Kinder wurde mit einem Fitnesstest ermittelt und durch unsere Wissenschaftler ausgewertet. So absolvierten Kinder aus 25 Schulen jeweils sechs verschiedene Übungen zu motorischen Grundeigenschaften wie Gleichgewicht, Beweglichkeit, Sprungkraft und Schnelligkeit. In fünf von sechs Disziplinen wurden dabei „signifikante Leistungssteigerungen“ beobachtet.

Weitere Informationen:

- Pressemeldung der DAK-Gesundheit vom 24.05.2018

- Evaluationsbericht 1: Körperliche Fitness und Gesundheitsverhalten von Kindern in fit4future-Schulen / Kurz-Bericht über das erste Projektjahr

- Evaluationsbericht 2: Körperliche Fitness und Gesundheitsverhalten von Kindern in fit4future-Schulen / Ausführlicher Bericht über das erste Projektjahr

- Bereich Forschung / Studien / Kinder

Bildnachweis: DAK-Gesundheit

„Frau und Sport“, „Knie und Herz“ und EAPC Sports Cardiology Course

Tipp: Zahlreiche Fotos finden Sie seit gestern Abend auf unserer Facebook-Seite. Schauen Sie rein!

Sport nicht mit Druck verbinden und eine Not to do-Liste aufstellen – dies rät Gynäkologin Dr. med. Silke Bartens (Buch „Frauensprechstunde“) ihren Patientinnen. Dass Mädchen und Frauen heute „ständig verunsichert werden und sich optimieren wollen“, erlebe sie tagtäglich in ihrer Praxis, sagte sie bei unserer Fortbildung „Frau und Sport" vor fast 400 Ärzten, Sportwissenschaftlern, Physiotherapeuten, Trainern und Journalisten. Immer mehr Patientinnen hätten eine gestörte Körperwahrnehmung, Essstörungen und ein geringes Selbstwertgefühl. Permanent ginge es um Leistung – etwa, wenn andere dünner, schöner oder sportlich erfolgreicher seien, oder wenn bspw. bereits 25-jährige Frauen Fruchtbarkeitskalender-Apps nutzen. Der gesteigerte Erwartungsdruck und das ständige Optimieren verschaffe Stress. „Die meiste Zeit bin ich damit beschäftigt, Patientinnen zu sagen: Körperlich ist alles in Ordnung, entspannen Sie sich.“ Ärztekollegen nahm sie in die „Pflicht: Wir müssen mehr mit den Patienten reden, weniger untersuchen.“

Bewegung sei für Frauen eine wichtige Maßnahme – immer, aber auch und speziell bei Überforderung, Wechseljahresbeschwerden sowie Krebs. Die Empfehlung von Dr. Bartens: „Bewegung ist wichtig, aber wir sollten den Leistungsanspruch nach unten schrauben und klein anfangen“, etwa durch Walken. Ärzte dürften nicht in Aktionismus verfallen, sondern müssten schauen, was die Patientin brauche. „Manchmal braucht sie auch einfach Ruhe.“

Die Folgen von Essstörungen bei Frauen beobachtet auch Referentin Dr. med. Katrin Esefeld. Die dreifache Triathlon-Weltmeisterin (Altersklasse) ist seit zehn Jahren als Ärztin an unserem Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München tätig. Der „Female Athlete Triad“ sei verbreitet, Ärzte müssten aufmerksam sein, Patientinnen unterstützen und auch an Psychologen und Ernährungsberater verweisen. Der weibliche Athleten-Dreiklang bezeichnet das Auftreten dreier Symptome:
- Essstörung
- Menstruationsstörungen, später Ausbleiben der Regelblutung
- Osteoporose (Knochenschwund) und damit u. a. die Gefahr von Ermüdungsbrüchen

Auslöser für die typisch weibliche Erkrankung Sportanorexie: Zu viel Sport, zu wenig essen – und das über einen langen Zeitraum, mit dem Ziel, abzunehmen. Davon betroffen seien vor allem junge Frauen, häufig aus:
- ästhetischen Sportarten wie Ballett, Rhythmische Sportgymnastik oder Eiskunstlauf
- Ausdauersportarten wie Triathlon oder Langstreckenlauf
- Gewichtsklassensportarten wie Judo oder Ringen
- weiteren Sportarten, bei denen das Gewicht die Leistung beeinflusst, etwa Skispringen oder Klettern

Bei Frauen aus Ballsportarten gebe es den „Female Athlete Triad“ dagegen quasi nicht. „Wenn beim Fußball eine zarte 45 Kilo-Frau in der Abwehr steht, freut sich der Gegner“, so Dr. Esefeld. Nach einer Stressfraktur würden Athletinnen oft lange nicht in den Sport zurückkommen, häufig in der Sportpause unfreiwillig zunehmen und hätten ein erhöhtes Risiko für depressive Verstimmungen. Rund 70 Prozent der Profisportlerinnen seien von sekundärer Amenorrhö (Ausbleiben der Periode) betroffen, im Vergleich zu zwei bis fünf Prozent der Normalbevölkerung. Um Zyklusstörungen vorzubeugen bzw. diese abzuklären und zu besprechen, bekommen im Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München alle Patientinnen einen gynäkologischen Fragebogen, berichtete Dr. Esefeld.

In ihrem Vortrag ging die Medizinerin außerdem auf die physiologischen Unterschiede zwischen Frauen und Männern und deren Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit ein: Frauen sind in der Regel kleiner und leichter, haben weniger Muskelmasse und mehr Körperfett. Herz und Lunge sind bei Frauen kleiner als bei Männern. Trainieren beide Geschlechter gemeinsam, seien Männer bei Kraftsportarten stets im Vorteil, bei längeren Ausdauereinheiten dagegen (etwa beim Schwimmen) sei der Unterschied dagegen deutlich geringer. Vom plötzlichen Herztod seien Männer wesentlich häufiger betroffen als Frauen.

Wie beeinflussen Hormone die körperliche Leistungsfähigkeit? Vor allem in der prämenstruellen Phase – den Tagen vor den „Tagen“ – gebe es große individuelle Unterschiede, erklärte Dr. Esefeld. Viele seien deutlich leistungsschwächer, die anderen merkten dagegen kaum einen Unterschied. Die Ärztin weiß: Viele Profisportlerinnen nutzen die „Pille“ für eine höhere Leistungsstabilität und auch, um damit ihre Periode zu verschieben, etwa, wenn Wettkämpfe in der prämenstruellen Phase stattfinden würden.

Zur Prävention:
Wie sieht das ideale gesundheitsorientierte Training aus? Durch einen aktiven Lebensstil ab 150 MET-Minuten pro Woche können Erwachsene ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität erhalten und ihr Risiko für zahlreiche Krankheiten senken bzw. bei vorhandenen Erkrankungen zum Behandlungserfolg beitragen. Lesen Sie dazu unsere Gesundheitssport-Broschüre.

Über Sport während und nach der Schwangerschaft sprach Dr. med. Viktoria Ritter von der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde am Klinikum rechts der Isar. Gleich zu Beginn erklärte sie: Die meiste körperliche Aktivität von schwangeren Frauen sei nicht Sport, sondern Hausarbeit. In ihrem Vortrag ging sie unter anderem auf die Vorteile körperlicher Aktivität für Schwangere ein: Wer sich während der neun Monate viel bewege, habe u. a. seltener unter Rückenschmerzen aufgrund der Gewichtszunahme zu leiden sowie ein geringeres Risiko für einen Kaiserschnitt.

Schwangeren rät sie zu einer Kombination aus Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining – „beim Krafttraining niedrige Widerstände verwenden, viele Wiederholungen durchführen“. Körperliche Aktivität helfe auch im Wochenbett und in der Zeit der Rückbildung: Aktive Frauen leider seltener unter postpartalen Depressionen, Inkontinenz sowie sexueller Dysfunktion.

Den Abschluss unserer prevenTUM-Fortbildung bildete ein kurzweiliger Talk unseres Ärztlichen Direktors Professor Martin Halle mit Sandra Mastropietro, Ultraläuferin, Bloggerin und Autorin (Buch Läuferleben). Die 30-jährige Fremdsprachenkorrespondentin erntete viele Lacher, als sie erzählte, wie sie nach der Geburt ihrer inzwischen sechsjährigen Tochter zum Laufen gefunden hatte. „Vorher fand ich Laufen immer doof“. Bald aber merkte sie, dass sie damit – zeitlich flexibel – gut abschalten, Kraft tanken und fit werden konnte. Anfangs sei sie von Laterne zu Laterne gelaufen, wieder gegangen und wieder gelaufen. Irgendwann habe sie 30 Minuten am Stück geschafft. Nachdem eine Freundin sie schließlich zu einem Halbmarathon mitgenommen hatte, war sie „angefixt.“

Die sympathische Autorin lief bereits 125 Kilometer über den Polarkreis, nahm an Marathons u. a. in Jerusalem, Mumbai und Tokio teil. Im April hat sie den dritten Platz bei ihrer ersten Deutsche Meisterschaft im Straßenlauf über 50 km belegt. Vor gut zwei Wochen hat sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Sebastian Hallmann (Gewinner des Wings for Life World Runs 2017 in München) am Wings for Life World Run in Georgien teilgenommen. Im Sommer wird Sandra Mastropietro zum zweiten Mal den Transalpine Run bestreiten. Sie sagt: „Laufen hat mein Leben verändert“.


Das sind unsere nächsten Top-Veranstaltungen für das Fachpublikum (Ärzte, Sport- und Ernährungswissenschaftler, Studenten der Medizin, Sport- und Ernährungswissenschaft, Physiotherapeuten sowie Medizinjournalisten):

- 4. Juli: prevenTUM-Fortbildung „Knie und Sport“

- 29.-30. August: EAPC Sports Cardiology Course
Direkt nach dem ESC-Kongress stellen internationale Top-Experten am Klinikum rechts der Isar spannende sportkardiologische Fälle vor. Nutzen Sie die Gelegenheit für 1,5 Tage geballte Information. Diskutieren Sie mit den hochkarätigen Experten während und nach den Sitzungen. Sichern Sie sich jetzt einen der begehrten Plätze!

- 24. Oktober: prevenTUM-Fortbildung „Impfungen“

Wir freuen uns auf Sie!

Kostenfreie prevenTUM-Fortbildung „Frau und Sport“ am Mittwoch, 16. Mai

Top-Veranstaltung für Ärzte, Sportwissenschaftler, Trainer, Physiotherapeuten und Journalisten:
- kostenfreie prevenTUM-Fortbildung „Frau und Sport"
- am Mittwoch, 16. Mai
- ab 18:15 Uhr
- im Klinikum rechts der Isar, Ismaninger Straße 22, München

Programm / Registrierung

Darum geht es:
Mehrere Faktoren trennen Frauen und Männer beim Sport: Frauen sind in der Regel kleiner und leichter, haben weniger Muskelmasse und mehr Körperfett. Herz und Lunge sind bei Frauen kleiner als bei Männern. Wie sich diese biologischen Voraussetzungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit auswirken, dies u. v. m. zeigen wir Ihnen bei der kostenfreien prevenTUM-Fortbildung „Frau und Sport“ auf. Seien Sie dabei!

Freuen Sie sich auf drei top Referentinnen:
- Dr. med. Katrin Esefeld vom Zentrum für Prävention, Rehabilitation und Sportmedizin, MRI, TU München
- Dr. med. Silke Bartens, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Psychoonkologin (DKG), München (Buch „Frauensprechstunde“)
- Dr. med. Viktoria Ritter, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde, MRI, TU München

Sie sprechen über Geschlechterunterschiede in Belastung und Regeneration, den Einfluss der Hormone, Sport während der Schwangerschaft u. v. m. Sie erklären, wie ein gesundheitsorientiertes Training aussieht und mit Hilfe welcher Diagnostik Frauen ihr Training zielorientiert steuern können. Wer beispielsweise schneller laufen möchte, muss sich anders belasten als jemand, der Gewicht verlieren will.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. med. Katrin Esefeld. Seit zehn Jahren ist sie Ärztin am Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München. Ob Sportmuffel, Freizeit- oder Leistungssportler – nach Vorsorgeuntersuchungen inklusive Laktattest / Spiroergometrie berät sie individuell hinsichtlich des jeweils optimalen Trainings. Nebenbei hat sie sieben Mal in Folge den Ironman Hawaii bestritten und ist dreifache Triathlon-Weltmeisterin ihrer Altersklasse.

Den Abschluss bildet ein Interview unseres Ärztlichen Direktors Professor Martin Halle mit Sandra Mastropietro, Ultraläuferin, Bloggerin und Autorin (Buch Läuferleben). Nach der Geburt ihrer Tochter vor sechs Jahren hat sie mit dem Laufen begonnen und sagt „Laufen hat mein Leben verändert“.

Fast 500 Teilnehmer waren bei unserer jüngsten Fortbildung „Muskeln, Sehnen, Herz“ (Nachbericht). Auch für das Thema „Frauen und Sport“ gehen wir von vielen Teilnehmern aus. Sichern Sie sich jetzt Ihren kostenfreien Platz.

Wir freuen uns auf Sie!

Viele Veröffentlichungen zu den Auswirkungen von Sport

„Pumpen für die Pumpe“ heißt es heute in der Süddeutschen Zeitung. Unser Ärztlicher Direktor, Professor Martin Halle, wurde zu einer Studie von Kardiologen aus Stanford interviewt. Diese zeigt auf, wie sehr Sport das Infarktrisiko senkt, gerade bei erblicher Vorbelastung.  „Fast 50 Prozent, das ist doch gigantisch. Das lässt sich durch kein Medikament und keine andere medizinische Intervention erreichen.“

Zu den positiven Auswirkungen von Alltagsaktivität und körperlichem Training sind Professor Halle und unsere Oberärzte gefragte Experten bei unzähligen Medien. Was können Sie tun, um möglichst lange gesund und fit zu bleiben – wie senken Sie Ihr Risiko für verschiedenste Erkrankungen? Dies erklären unsere Spezialisten in zahlreichen Interviews, Studiotalks und Expertenartikeln und motivieren so zu einem aktiven Lebensstil für mehr Lebensqualität.

Als Service für Sie haben wir nachfolgend eine Auswahl aktueller Presseveröffentlichungen zusammengestellt. Abonnieren Sie auch unsere Facebook-Seite – so bleiben Sie stets auf dem Laufenden.

„Pumpen für die Pumpe“
Süddeutsche Zeitung, 11.04.2018

Schon wenige Minuten Bewegung pro Tag senken das Risiko für Herzleiden und Diabetes um 20 Prozent
Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 06.04.2018

Sport: Welche Bewegung ist richtig?
Bayern 2 Gesundheitsgespräch (55 min), 21.03.2018

Runter vom Sofa – wie Ausdauersport gegen Bluthochdruck hilft und das Risiko eines Schlaganfalls vermindert
Tagesspiegel-Magazin „Gesund“, Themenheft Herz & Kreislauf 2018, kicker-sportmagazin, 19.03.2018

„Herz-Kreislauf-Patienten brauchen vor Höhenurlauben eine gründliche Untersuchung“
Ärztenachrichtendienst änd, 06.03.2018

Weitere Informationen finden Sie unter Presseveröffentlichungen und Downloads. Details zu unseren Untersuchungen und Gesundheitschecks inklusive Laktattest / Laktat-Leistungsdiagnostik lesen Sie unter Ambulanz. Wenn Sie unser Know-how nutzen möchten, fragen Sie einfach online nach einem Termin im Zentrum für Prävention und Sportmedizin in München oder Starnberg – oder rufen Sie uns an. Wir sind gerne für Sie da!

„LAUF10" – auf in die 11. Runde!

In zehn Wochen vom Couch Potato zum zehn Kilometer-Läufer bzw. Walker – das ist die Idee hinter „LAUF10!“. 2007 hat das BR Fernsehen dieses Erfolgsprojekt gemeinsam mit uns als medizinischer Partner und dem Bayerischen Leichtathletikverband ins Leben gerufen. Mehr als 40.000 Menschen in ganz Bayern nahmen voriges Jahr daran teil. Mit unseren professionellen Trainingsplänen, angeleitet durch rund 200 Sportvereine und begleitet durch die „Abendschau“, haben sie die Gelegenheit genutzt, ihre Gesundheit und Ausdauer zu verbessern.

Am 30. April startet „LAUF10" in die neue Saison. Seien Sie dabei! Der Startschuss für die Trainer fiel bereits am 24. März (Rückblick Trainerseminar).

Stellvertretend für das ganze Team wünschen wir allen Teilnehmern:
- viel Spaß und Erfolg beim Training – möglichst ohne gesundheitliche Probleme
- Motivation, um den inneren Schweinehund zu bezwingen und über sich hinauszuwachsen
- einen großartigen Abschlusslauf am 13. Juli in Wolnzach!

Über unsere Facebook-Seite halten wir Sie stets auf dem Laufenden.

Linktipps:
- Gesundheitscheck-Fragebogen (PDF)
- „LAUF10!“-Trainingspläne (PDF)
ausführliche Erklärungen zu den "LAUF10!"-Trainingsplänen (PDF)
- „LAUF10!“-App
- Buchempfehlungen (u. a. „Schritt für Schritt endlich fit“)
- Laktat-Leistungsdiagnostik / Laktattest

Sportmedizinische Betreuung für Leistungssportler – spitze in München


Nach Olympia ist vor Olympia: Möchten Sie wissen, wie wir Medaillengewinner und Medaillenhoffnungen optimal medizinisch versorgen? Dann klicken Sie sich durch unsere neue Leistungssport-Broschüre (16 Seiten) sowie unseren Download-Bereich. Viel Spaß beim Lesen!

Darum geht es:
Bin ich gesund? Wie hat sich meine Fitness entwickelt? Wie belastbar ist mein Herz? Darf ich – etwa nach einem Infekt – wieder starten? Leistungssportler wollen sich auf ihren Körper verlassen. Wir helfen ihnen dabei. Für größten Nutzen bei geringstem Risiko. Vom Nachwuchsathleten bis zum Olympiasieger vertrauen Spitzensportler auf die sportmedizinische Betreuung unserer hochqualifizierten, erfahrenen Fachärzte. In der Prävention, im Training und im Wettkampf (Ambulanz / Leistungssport).

Wir sind:

➔ das größte Zentrum für Prävention und Sportmedizin in Deutschland
➔ das führende Zentrum für Sportkardiologie in Deutschland
➔ das größte sportmedizinische Untersuchungszentrum des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

Unsere Partner im Leistungssport
• Sportorthopädie am Klinikum rechts der Isar (Prof. Imhoff)
• Orthozentrum der Schön Klinik München Harlaching (Prof. Mayer)
• Fachgebiet für Konservative Orthopädie der TUM (Prof. Horstmann)
• OSP Bayern (Jens Geist, Klaus Pohlen)
• Lehrstuhl Biomechanik der TUM (Prof. Schwirtz)
• Lehrstuhl Sportpsychologie (Prof. Beckmann) an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TUM
• Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie der TUM (Prof. Oberhoffer)

Räumlich bestehen hervorragende personelle und strukturelle Voraussetzungen wie an keinem anderen Standort in Deutschland. Am Olympiapark, direkt an den Olympiastützpunkt Bayern angebunden, finanziert der Freistaat Bayern derzeit einen 140 Millionen Euro-Neubau der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TU München. 2022 soll dieser fertiggestellt sein – inklusive neuer Räumlichkeiten für die Versorgung im Leistungssport, mit sportmedizinischer Ambulanz und Biomechanik.
➔ Eine optimale sportmedizinische Betreuung der bayerischen Athleten ist aktuell und künftig in vollem Umfang gewährleistet.

PS: JEDER kann in unsere drei Ambulanzen in München und Starnberg kommen (Terminvereinbarung). Wir bieten eingehende internistische und kardiologische Untersuchungen für alle, die ihren Gesundheitsstatus erfahren und verbessern möchten, ob gesetzlich oder privat versichert. Pro Jahr betreuen wir mehr als 10.000 Patienten jeden Alters, vom Couch Potato über den Freizeitsportler bis zum Olympiasieger, vom Übergewichtigen über den Krebspatienten bis zum Herzpatienten.

Linktipps:

- Laktat-Leistungsdiagnostik / Laktattest

- Spiroergometrie

- Veröffentlichungen

Patientenforum „Bewegung und Sport – dem Krebs davonlaufen?“


Krebspatienten sollten sich ausruhen, um die Behandlung besser überstehen zu können. Diese Auffassung ist längst überholt – das haben zahlreiche wissenschaftliche Studien der vergangenen Jahre gezeigt. „Krebspatienten profitieren enorm von körperlicher Aktivität. Ein maßgeschneidertes Bewegungs- und Sporttraining gehört daher unbedingt in das Konzept der ganzheitlichen, optimierten Krebstherapie – zusammen mit einer angepassten Ernährung und psychologischer Unterstützung“, erklärte unser Ärztlicher Direktor Professor Martin Halle beim Patientenforum „Bewegung und Sport: Kann ich dem Krebs davonlaufen?“ am 14.03.2018 im Hörsaal der Augenklinik in München (Veranstaltungsflyer). Er setzt auf Bewegung statt Schonung.

Mehr als 100 Münchner
nahmen am Forum teil. Wer nicht dabei sein konnte, für den haben wir hier wichtige Informationen zusammengefasst.

Flyer „Aktiv gegen Krebs“
Buch „Lauf dem Krebs davon - Die Kraft des Sports zur Genesung nutzen“

Professor Halle betonte: „Es geht nicht darum, eine Chemotherapie durch Sport zu ersetzen – es geht darum, die Lebensqualität zu verbessern. Aus unseren großen Studien wissen wir auch: Je fitter ein Patient in eine Tumortherapie geht, umso besser verträgt er sie. Körperliche Aktivität holt Patienten aus ihrer Schockstarre. Eine Sporttherapie ermöglicht ihnen, das Heft wieder ein Stück weit selbst in die Hand zu nehmen. Wir empfehlen daher: Mit dem ersten Tag der Diagnose muss das Training beginnen.“ Mit einem individuellen, moderaten Bewegungstraining sowie ernährungsmedizinischen Maßnahmen unterstützen wir Patienten in allen Phasen einer Krebstherapie. Wir sind Vorreiter von „Sport als Medizin“ und dosieren körperliches Training wie ein Medikament („Sport auf Rezept“). Bereits 2008 haben wir eine Spezialambulanz für „Sport und Ernährung bei Krebs“ eingerichtet.

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache weltweit. Die Bedeutung des Lebensstils für die Prävention stellte unsere Ärztin Dr. Bianca Spanier heraus. Sie leitet unsere Studien zu „Krebs und Sport“. Fünf Faktoren seien zusammengerechnet für rund ein Drittel aller Krebsfälle verantwortlich:
- Rauchen
- Alkohol
- schlechte Ernährung
- Übergewicht
- Inaktivität

„Diese fünf Faktoren sind beeinflussbar – das heißt, wir können unser Risiko durch einen gesunden Lebensstil senken.“ Was, wenn man bereits an Krebs erkrankt ist? Hierzu verwies Dr. Spanier u. a. auf Daten aus 12 Beobachtungsstudien mit 1,44 Millionen Personen und 26 Krebsarten. Diese Studien ergaben: Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Risiko der Krebs-Sterblichkeit bei Darmkrebs um 24 Prozent und bei Brustkrebs um 25 bis 30 Prozent.

Etwa 60 bis 80 Prozent der Krebspatienten sind vom Fatigue-Syndrom betroffen. Durch eine individuelle Bewegungstherapie lässt sich die anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung sehr gut beeinflussen – das Wohlbefinden und die Vitalität steigen. Insgesamt gilt: Je ausgeprägter die Fatigue-Symptomatik, umso moderater muss die Bewegungstherapie sein.

Große Studien belegen zudem: Eine Bewegungs- bzw. Sporttherapie ermöglicht es, die Krebsbehandlung besser durchzustehen. Sie verbessert das Immunsystem, mindert Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie (u. a. Übelkeit, Magen-Darm-Probleme, Gewichtsveränderungen, Schmerzen, Schlafprobleme) und gilt als sicher, auch während einer Chemotherapie. Eine individuelle Betreuung durch geschultes Personal sei jedoch wichtig.

Seit bereits zehn Jahren betreut unsere Sportwissenschaftlerin Anika Berling-Ernst Krebssportgruppen. „Wir möchten Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen“, erklärte sie und gab praktische Tipps zur Bewilligung einer Bewegungs- bzw. Sporttherapie über Krankenkassen (Formular 56) und die Rentenversicherung (Formular G850). Sie nahm Betroffenen Berührungsängste, indem sie veranschaulichte, wie individuell Trainer auf jeden einzelnen Patienten eingehen - ob bei Brustkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs oder anderen Krebsarten. Sie berichtete aus ihrer langjährigen Erfahrung und der neuen Lebensqualität, die die körperliche Aktivität Betroffenen ermöglicht. Auch bei einer fortgeschrittenen Krebserkrankung sei es nicht zu spät, um anzufangen. Und niemand müsse sich überfordern – ohnehin seien fünf Mal wöchentlich zehn Minuten Training besser als ein Mal pro Woche 50 Minuten.

Vorteile einer Bewegungs-/Sporttherapie für Krebspatienten
✓ Positiver Einfluss auf die Psyche
✓ Verbesserung der Lebensqualität
✓ Verbesserung der Körperwahrnehmung
✓ Verminderung des Erschöpfungs- und Müdigkeitssyndroms (Fatigue-Symptomatik)
✓ Wiedererlangen bzw. Erhalt von Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit
✓ Besseres Durchstehen von Chemo-, Strahlen- oder Hormontherapie
✓ Besseres Ansprechen der Krebstherapie
✓ Weniger Nebenwirkungen wie Übelkeit, Magen-Darm-Probleme, Gewichtsveränderungen, Schmerzen
✓ Bei einigen Krebsarten Verbesserung der Prognose

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin in einer unserer Ambulanzen in München oder Starnberg vereinbaren möchten, melden Sie sich einfach bei uns. Wir sind gerne für Sie da!

Fast 500 Teilnehmer bei prevenTUM-Fortbildung „Muskeln. Sehnen. Herz.“


Was für eine Resonanz! Fast 500 Ärzte, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Trainer und Journalisten kamen gestern zur prevenTUM-Fortbildung „Muskeln. Sehnen. Herz.“ ins Klinikum rechts der Isar. Gemeinsam mit der Abteilung für Sportorthopädie, Klinikum rechts der Isar (Univ.-Prof. Imhoff) präsentierten und diskutierten wir neueste sportkardiologische und sportorthopädische Erkenntnisse und gaben konkrete Empfehlungen für den Praxis- bzw. Trainingsalltag.

Link zur Titelgeschichte in Münchner Ärztliche Anzeigen (Ausgabe 03.03.2018)


„Früh genug eingreifen, nicht, dass man nachher nichts mehr reparieren kann“, lautete das Fazit der Fachärzte der Abteilung für Sportorthopädie (Ambulanz / Poliklinik). Mit eindrücklichen Beispielen aus ihrer Ambulanz zeigten sie, welche Ergebnisse durch konservative bzw. operative Therapie erreicht werden können. Hinter Schmerzen und Einschränkungen in der Beweglichkeit stecke häufig ein multifaktorielles Problem, erklärten die erfahrenen Spezialisten, die seit vielen Jahren internationale Spitzensportler versorgen und beraten. Ein tägliches, gezieltes und durch Experten angeleitetes Training u. a. zur Kräftigung könne Therapieerfolge verbessern und weiteren Problemen vorbeugen. Bei Schmerzen und Sportverletzungen sei eine komplexe Therapie erforderlich. Die aktive Mitarbeit der Patienten sei dabei von entscheidender Bedeutung.

Frisch zurück aus
Pyeongchang, informierte unser Leitender Oberarzt PD Dr. Johannes Scherr u. a. über die Herausforderung vor und während der Olympischen Spiele, die Spitzensportler und Medaillenhoffnungen vor Virusinfekten zu schützen. Zur Prävention habe sich bei den deutschen Athleten bewährt:
- Schleimhautpflege: Nasenspray mit Kochsalz bzw. Inhalation + mindestens drei Liter pro Tag trinken (Wasser, Tee)
- Impfprophylaxe
- Vitamin D- und Zinkmangel vermeiden
- Schlafmangel vermeiden
- Handdesinfektion
- gesunde Ernährung

Menschenmassen sowie Stress vermeiden, gelten zusätzlich als wichtige Tipps in der Vorbeugung. Bei den Sportlern ließ sich das natürlich nicht vermeiden", erklärte Dr. Scherr. Dass die deutsche Mannschaft anders als andere Nationen vom Noro-Virus verschont blieb, führt er auf die intensive Infektprophylaxe zurück. So nutzte das Team phasenweise die Mensa des Olympischen Dorfes nicht mehr, sondern ließ sich über einen eigenen Koch separat verpflegen. Die Ärzte sensibilisierten die Sportler immer wieder, die Händedesinfektion zu benutzen und Händeschütteln zu vermeiden.

Ein großes Thema der Fachveranstaltung war auch, wie Sportler nach Virusinfekten einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und dem Worst Case dem plötzlichen Herztod – vorbeugen können. Dr. Scherr zeigte Beispiele junger Spitzensportler, die nach einer Influenza verstorben waren, weil sie zu früh wieder ins Training eingestiegen waren bzw. Wettkämpfe bestritten hatten. Seine Faustregeln – kein Sport bei:
- Fieber (38 Grad oder mehr bzw. Körpertemperatur 0,5 Grad höher als normal)
- Ruhepuls 10 Schläge höher als normal (morgens noch im Bett liegend messen)
- Erkältungssymptomen unterhalb des Genicks, etwa Gliederschmerzen (Neck-Check“)

Ärzten empfahl er, Freizeit- und Leistungssportler genau und engmaschig anzuschauen, zu untersuchen und zu beraten. Ob ein Athlet sich wieder belasten könne, sei von vielen individuellen Faktoren abhängig. Als langjähriger Mannschaftsarzt des DSV verwies er hierzu auf sein vielfach veröffentlichtes Zitat während der Ski-WM 2011, als Maria Riesch zunächst aufgrund einer Influenza nicht trainieren konnte, drei Tage später dann Bronze holte: Von den letzten Blutwerten her kann sie starten. Aber es sind nicht Blutwerte, die den Berg runterfahren, sondern es ist Maria.“ Die letzte Entscheidung treffen die Athleten.

er es gilt zu bedenken, dass nicht die Blutwerte den Berg hinunterfahren müssen, sondern Maria. - derstandard.at/1297818200651/Maria-InfluenzaDass die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen im Medaillenspiegel an zweiter Stelle landete, führten Medien aus aller Welt nach einer Veröffentlichung der New York Times darauf zurück, dass die Athleten 3.500 Liter (alkoholfreies) Weißbier in Pyeongchang dabei hatten. In der weltgrößten Marathonstudie hatte Dr. Scherr nachgewiesen, dass dessen hochkonzentrierte Polyphenole das Immunsystem stärken, die Regeneration fördern und Athleten so ein härteres Training ermöglichen.

„Das Sportherz: physiologisch oder pathologisch?“
lautete das Vortragsthema unseres Oberarztes Professor Jürgen Scharhag. „Leistungssport scheint dem Herzen nicht zu schaden. Der plötzliche Herztod ist bei Leistungs-, aber auch Freizeitsportlern ein sehr seltenes Ereignis“, erklärte der Gründer der Arbeitsgemeinschaft Sportkardiologie der DGK. Häufigste Ursachen für den plötzlichen Herztod seien in der Altersgruppe unter 35 Jahren vielmehr Kardiomyopathien bzw. angeborene Herzerkrankungen. Bei älteren Sportlern sei die Koronare Herzkrankheit (KHK) der häufigste Grund. Ionenkanalerkrankungen, eine akute Myokarditis oder hochgradigen Klappenerkrankungen erhöhten ebenfalls das Risiko, sagt Scharhag. Er rät daher auch Amateursportlern zu einem kardiovaskulären Screening. „Die Sporttauglichkeits-Untersuchungen sollten allerdings von Ärzten durchgeführt werden, die über Erfahrung mit Leistungssportlern verfügen“, forderte der Mannschaftsarzt der U21-Fußballnationalmannschaft auch in Medscape.

„Kardiale Schädigungen durch Ausdauersport werden schon lange und kontrovers diskutiert, aktuell etwa die kernspintomographische myokardiale Kontrastmittelanreicherung bei 9 von 54 Triathleten im Alter von 44 +- 10 Jahren sowie die bei körperlich Hochaktiven im Alter von 55 +- 9 Jahren vermehrt nachgewiesene Koronarverkalkung“, informierte der Sportmediziner. „Demgegenüber stehen aber Befunde an Hochleistungssportlern, die sowohl die physiologische Hypertrophie des Sportherzens als auch die höhere Lebenserwartung gegenüber der Normalbevölkerung belegen.“ Beispielsweise lebten 15.000 olympische Medaillengewinner durchschnittlich knapp drei Jahre länger als gematchte Kontrollen der Normalbevölkerung. Um verlässlich das kardiovaskuläre Risiko von Leistungssport beurteilen zu können, seien jedoch prospektive Längsschnittstudien notwendig.

Neben knapp 500 Ärzten, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Trainer und Journalisten durften wir auch zwei Special Guests begrüßen:
- Tosenden Applaus erhielt Weltseniorensportler Guido Müller (79), als er dem Publikum erzählte, wieviele Medaillen er bereits in der Senioren-Leichtathletik gewonnen hat - bisher 44x Gold bei Weltmeisterschaften. Aktuell hält er 15 Weltrekorde. Am kommenden Wochenende startet er bei den Deutschen Hallenmeisterschaften. Sport bedeutet für ihn Lebensqualität. Seit vielen Jahren kommt er zur präventivmedizinischen Untersuchung inkl. Laktattest zu uns.
- Bianca Meyer, Siegerin des München Marathons 2017 und Deutschland-Siegerin des Wings for Life World Runs 2017 (mit 51,23 km)

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und Referenten
für einen interessanten, unterhaltsamen und kurzweiligen Abend! Wir freuen uns schon auf die nächsten Kongresse, Symposien und Fortbildungen!

Unser Leitender Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Scherr in der New York Times

Portrait Oberarzt Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Scherr

Alkoholfreies Weißbier enthält in hohen Konzentrationen Polyphenole. Diese stärken das Immunsystem, fördern die Regeneration und ermöglichen Athleten so ein härteres Training. Diesen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen unseres Leitenden Oberarztes Priv.-Doz. Dr. Johannes Scherr hat sich während der Olympischen Spiele die New York Times angenommen. Von The Times bis USA Today, von The Guardian bis Korea Times, ziehen nun Medien aus der ganzen Welt nach – aus Deutschland, USA, Großbritannien, Korea, der Schweiz, Niederlande, Frankreich und vielen weiteren Ländern.

Link zur New York Times-Veröffentlichung
("German Olympians Drink a Lot of (Nonalcoholic) Beer, and Win a Lot of Gold Medals")


Eckdaten zur weltweit größten Marathonstudie „Be-MaGIC“
(Beer, Marathon, Genetics, Inflammation and the Cardiovascular System-Trial):
Im Rahmen einer randomisierten, doppelt verblindeten und Placebo-kontrollierten Studie erhielten Läufer drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem München Marathon 2009 alkoholfreies Weißbier. Die Untersuchungen ergaben: Diese Läufer erlitten nach dem Rennen signifikant weniger Entzündungen und weniger Infektionen der oberen Atemwege als Läufer, die ein Placebo erhalten hatten. Insgesamt nahmen 277 Läufer an der Studie teil.

Ihre wissenschaftliche Anerkennung erhielt die Studie vor rund 7.000 Wissenschaftlern, Ärzten und Trainern beim weltweit größten Kongress für Sportmedizin in Denver, durchgeführt vom American College of Sports (ACSM).

Linktipps:
- Ergebnisse der „Be-MaGIC“-Studie im Detail
- Ausgewählte wissenschaftliche Studien unseres Zentrums im Überblick
- Sportmedizin / Leistungssport
- Sportmedizin / Freizeitsport

„30 Mio. für den bayer. Sport“ (Sportschule Oberhaching): Stellungnahme

Falsche Behauptungen von BLSV-Vizepräsident Harald Stempfer über Sportmedizin in Bayern, um Fördergelder zu erhalten


Für 30 Millionen Euro soll die Sportschule Oberhaching saniert und modernisiert werden. Gegenüber des Innenausschusses des Bayerischen Landtags und der Presse erklärte BLSV-Vizepräsident Harald Stempfer, dass die medizinische Betreuung der Spitzensportler in Bayern „verbesserungswürdig“ sei und dass die bayerischen Spitzensportler für die Leistungsdiagnostik eine vier Stunden lange Autofahrt nach Leipzig in Kauf nehmen müssten.
 
Diese Aussagen sind falsch. Sie verwundern insbesondere deshalb, da offensichtlich vom Vizepräsidenten des BLSV keine Kenntnisse zu aktuellen Strukturen im bayerischen Leistungssport vorliegen oder diese gezielt nicht richtig dargestellt werden, um öffentliche Gelder für die Sportschule Oberhaching zu erhalten.

Lesen Sie hierzu eine Stellungnahme von:
- Univ.-Prof. Dr. med. Martin Halle (Ärztlicher Direktor Sportmedizin, TU München)
- Klaus Pohlen (Leiter Olympiastützpunkt Bayern)
- und Prof. Dr. Ansgar Schwirtz (Dekan Fakultät Sport- und Gesundheitswissenschaften, TU München)

Pressekontakt für Interviewanfragen:
Heidi Willmann, 08142 / 284 2554, 0179 / 39 86 809, h.willmann@gespraechsstoff.com
Pressefotos zum Download

Zeitumstellung als Herausforderung – Dr. Scherr bei Olympia

Portrait Oberarzt Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Scherr

Die Zeitumstellung bezeichnet Dr. Johannes Scherr, Leitender Oberarzt des Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München, als besondere Herausforderung für die deutschen Olympiastarter in Pyeongchang. Der Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin sowie Bereichsleiter Leistungssport ist zum dritten Mal als Olympiaarzt tätig. Im Interview hat er uns verraten, wie er und seine Kollegen die Athleten präventiv betreuen, wann sie Sportlern von einem Start abraten und ob er Streif-Sieger Thomas Dreßen zutraut, der nächste deutsche Ski-Olympiasieger zu werden.

Als Leitender Disziplinarzt Ski alpin des DSV werden Sie in Pyeongchang zum dritten Mal bei Olympischen Winterspielen tätig sein. Wie bereiten Sie sich vor?
„Die Vorbereitung läuft schon seit Monaten – angefangen von einem Vorbereitungs-Seminar des DOSB bis zu Betreuung unserer Athleten bei Testwettkämpfen vor Ort. Je näher es auf die Spiele zugeht, erfolgt eine immer engere Abstimmung mit dem Betreuer- und Trainerstab.“
 
154 deutsche Sportler werden in Pyeongchang starten. Sie und Ihre Ärztekollegen haben mehrere Dutzend potentielle Patienten. Wie unterstützen Sie die Sportler präventiv?
„Aus internistischer Sicht bin ich für Ski Alpin, Ski Cross, Buckelpiste, Halfpipe und Slopestyle zuständig, beratend noch für Skisprung. Unser Ziel ist, das Ausfallsrisiko – sei es durch Erkrankungen wie Magen-Darm-Grippe oder Verletzungen – so gering wie möglich zu halten. Aktuell haben wir ein Merkblatt für Athleten zur Infektprophylaxe erstellt. Dann arbeiten wir noch mit Chronobiologen zusammen, damit die Zeitumstellung möglichst gut vertragen wird.“  

Welche weiteren Aufgaben haben Sie vor Ort?
„Die Betreuung der Athleten bei den Wettkämpfen sowie im Falle von Erkrankungen auch außerhalb der Wettkämpfe. Außerdem bin ich für die medizinische Betreuung des gesamten Betreuerteams sowie einiger VIP-Gäste zuständig.“

Wie werden Ihre Arbeitstage aussehen?
„Lang. Meist geht es morgens um etwa 6 Uhr mit der Mannschaft an den Berg bzw. die Wettkampfstätte, um dann beim Training bzw. Wettkampf dabei zu sein. Meist sind mehrere Sportarten an einem Tag zu betreuen. Dann Wechsel zwischen den Wettkampfstrecken. Nach Rückkehr in die Unterkunft versorgen wir die Athleten, um so eventuelle Erkrankungen möglichst frühzeitig optimal zu behandeln. Bevor unser Tag zu Ende ist, kümmern wir uns noch um die administrative Arbeit – Stichwort Dokumentation.“

Welche besonderen Herausforderungen kommen in Pyeongchang auf die Athleten zu? Was kann sich auf die Leistungsfähigkeit auswirken?
„Definitiv die Zeitumstellung. Pyeongchang ist der Mitteleuropäischen Zeit um acht Stunden voraus. Für Wettkämpfe, die nach der dortigen Ortszeit am Abend sein werden, ist dies nicht so schlimm. Für die Athleten, die schon am Morgen dran sind, sollte eine möglichst frühzeitige Umstellung angestrebt werden.“

Nach einer Virusgrippe ist Viktoria Rebensburg wieder in Goldform. Welche Untersuchungen ermöglichen es Ihnen und Ihren Kollegen, kurzfristig zu entscheiden, ob ein Sportler bei bzw. nach einer Infektionskrankheit der Wettkampfbelastung gewachsen ist? Wann raten Sie von einem Start ab?
„Dank unserer klinischen Erfahrung und der jahrelangen Zusammenarbeit mit den Athleten kennen wir diese sehr gut. Das heißt, wir wissen, wann wir einen Athleten „rausnehmen“ müssen. Somit spielen Anamnese und klinische Untersuchung eine ganz zentrale Rolle. Unterstützend können Laboruntersuchungen herangezogen werden. Die letzte Entscheidung trifft jedoch der Athlet selbst. Unvergessen, wie Maria Riesch bei der Ski-WM 2011 von einer Virusgrippe ausgebremst wurde. Damals betonte ich: „Von den letzten Blutwerten her kann sie starten. Aber es sind nicht Blutwerte, die den Berg runterfahren, sondern es ist Maria.“ Von Wettkampfbelastungen raten wir auf jeden Fall bei Vorliegen systemischer Entzündungszeichen wie Fieber oder Husten ab.“

Mit Felix Neureuther und Stefan Luitz fallen zwei Medaillenkandidaten weg. Trauen Sie Streif-Sieger Thomas Dreßen zu, der nächste deutsche Ski-Olympiasieger zu werden?
„Thomas hat gezeigt, dass er sich in der Weltspitze etabliert hat. Diese Saison hat er schon einige Top-Resultate erzielen können. Da es sich bei Ski Alpin um einen Outdoor-Sport handelt, kann man mit dem entsprechenden Können und ein bißchen Glück wie zum Beispiel beim Wetter auch als Überraschungsmann gewinnen. Ich denke, es ist nicht ausgeschlossen, dass er ganz vorne mitfährt. Ob es letztlich dann für das Podest oder gar den Sieg reicht, hängt auch von der Tagesform ab, da die Leistungsdichte der Herren so groß ist, dass es vorne wie zuletzt beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen ganz eng zugeht.“

Münchner Ärztliche Anzeigen: Titelthema „Bewegung als Medikament“

Um Sport als Medizin zu nutzen, brauchen Patienten „unbedingt eine klare Anweisung“ – dazu fordert unser Ärztlicher Direktor, Professor Martin Halle, Ärztekollegen in der Fachzeitschrift Münchner Ärztliche Anzeigen (Ausgabe 02/2018) auf. „Ich sage zu Ihnen ja auch nicht: „Hier haben Sie eine Tüte mit Medikamenten. Suchen Sie sich mal eines heraus, das Ihnen am besten schmeckt.“

Das ganze Interview (3 Seiten) lesen Sie im PDF.

Professor Halle macht sich für ein individuelles, körperliches Training stark. Er beschreibt eindrucksvoll bedeutende Studienergebnisse und den Erfolg maßgeschneiderter Sporttherapien für Patienten mit verschiedensten Erkrankungen – ob nach Herzinfarkt, bei Vorhofflimmern oder Diabetes.

Das Feld der Sportkardiologie entwickle sich immer mehr. Auf die Frage, was die Zukunft seiner Ansicht nach bringen kann, antwortete er:
„... Mit der Sportkardiologie können wir noch viel für die Lebensqualität der Patienten herausholen. Künftig wird es darum gehen, für unterschiedliche Indikationen ein Trainingsprogramm klar zu definieren, zu überwachen und sich telemonitorisch an die niedergelassenen Kardiologen und die Allgemeinärzte anzudocken. Ich bin sicher, dass Hausärztinnen und Hausärzte in wenigen Jahren an der elektronischen Patientenkarte nicht nur die Medikation, sondern auch die Aktivität des Patienten ablesen werden. Unsere bisher durchgeführten Multicenter-Studien gehen in diese Richtung. Weitere Zentren in Deutschland nehmen das Thema auf und kommen für Information und Schulung hierher. Durch dieses Schneeballsystem wird die Kompetenz deutschlandweit größer werden.“

Veranstaltungstipp: prevenTUM-Fortbildung „Muskeln. Sehnen. Herz.“ am 28.02.2018

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