2018

Kostenfreie prevenTUM-Fortbildung „Frau und Sport“ am Mittwoch, 16. Mai

Top-Veranstaltung für Ärzte, Sportwissenschaftler, Trainer, Physiotherapeuten und Journalisten:
- kostenfreie prevenTUM-Fortbildung „Frau und Sport"
- am Mittwoch, 16. Mai
- ab 18:15 Uhr
- im Klinikum rechts der Isar, Ismaninger Straße 22, München

Programm / Registrierung

Darum geht es:
Mehrere Faktoren trennen Frauen und Männer beim Sport: Frauen sind in der Regel kleiner und leichter, haben weniger Muskelmasse und mehr Körperfett. Herz und Lunge sind bei Frauen kleiner als bei Männern. Wie sich diese biologischen Voraussetzungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit auswirken, dies u. v. m. zeigen wir Ihnen bei der kostenfreien prevenTUM-Fortbildung „Frau und Sport“ auf. Seien Sie dabei!

Freuen Sie sich auf drei top Referentinnen:
- Dr. med. Katrin Esefeld vom Zentrum für Prävention, Rehabilitation und Sportmedizin, MRI, TU München
- Dr. med. Silke Bartens, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Psychoonkologin (DKG), München (Buch „Frauensprechstunde“)
- Dr. med. Viktoria Ritter, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde, MRI, TU München

Sie sprechen über Geschlechterunterschiede in Belastung und Regeneration, den Einfluss der Hormone, Sport während der Schwangerschaft u. v. m. Sie erklären, wie ein gesundheitsorientiertes Training aussieht und mit Hilfe welcher Diagnostik Frauen ihr Training zielorientiert steuern können. Wer beispielsweise schneller laufen möchte, muss sich anders belasten als jemand, der Gewicht verlieren will.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. med. Katrin Esefeld. Seit zehn Jahren ist sie Ärztin am Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München. Ob Sportmuffel, Freizeit- oder Leistungssportler – nach Vorsorgeuntersuchungen inklusive Laktattest / Spiroergometrie berät sie individuell hinsichtlich des jeweils optimalen Trainings. Nebenbei hat sie sieben Mal in Folge den Ironman Hawaii bestritten und ist dreifache Triathlon-Weltmeisterin ihrer Altersklasse.

Den Abschluss bildet ein Interview unseres Ärztlichen Direktors Professor Martin Halle mit Sandra Mastropietro, Ultraläuferin, Bloggerin und Autorin (Buch Läuferleben). Nach der Geburt ihrer Tochter vor sechs Jahren hat sie mit dem Laufen begonnen und sagt „Laufen hat mein Leben verändert“.

Fast 500 Teilnehmer waren bei unserer jüngsten Fortbildung „Muskeln, Sehnen, Herz“ (Nachbericht). Auch für das Thema „Frauen und Sport“ gehen wir von vielen Teilnehmern aus. Sichern Sie sich jetzt Ihren kostenfreien Platz.

Wir freuen uns auf Sie!

Viele Veröffentlichungen zu den Auswirkungen von Sport

„Pumpen für die Pumpe“ heißt es heute in der Süddeutschen Zeitung. Unser Ärztlicher Direktor, Professor Martin Halle, wurde zu einer Studie von Kardiologen aus Stanford interviewt. Diese zeigt auf, wie sehr Sport das Infarktrisiko senkt, gerade bei erblicher Vorbelastung.  „Fast 50 Prozent, das ist doch gigantisch. Das lässt sich durch kein Medikament und keine andere medizinische Intervention erreichen.“

Zu den positiven Auswirkungen von Alltagsaktivität und körperlichem Training sind Professor Halle und unsere Oberärzte gefragte Experten bei unzähligen Medien. Was können Sie tun, um möglichst lange gesund und fit zu bleiben – wie senken Sie Ihr Risiko für verschiedenste Erkrankungen? Dies erklären unsere Spezialisten in zahlreichen Interviews, Studiotalks und Expertenartikeln und motivieren so zu einem aktiven Lebensstil für mehr Lebensqualität.

Als Service für Sie haben wir nachfolgend eine Auswahl aktueller Presseveröffentlichungen zusammengestellt. Abonnieren Sie auch unsere Facebook-Seite – so bleiben Sie stets auf dem Laufenden.

„Pumpen für die Pumpe“
Süddeutsche Zeitung, 11.04.2018

Schon wenige Minuten Bewegung pro Tag senken das Risiko für Herzleiden und Diabetes um 20 Prozent
Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 06.04.2018

Sport: Welche Bewegung ist richtig?
Bayern 2 Gesundheitsgespräch (55 min), 21.03.2018

Runter vom Sofa – wie Ausdauersport gegen Bluthochdruck hilft und das Risiko eines Schlaganfalls vermindert
Tagesspiegel-Magazin „Gesund“, Themenheft Herz & Kreislauf 2018, kicker-sportmagazin, 19.03.2018

„Herz-Kreislauf-Patienten brauchen vor Höhenurlauben eine gründliche Untersuchung“
Ärztenachrichtendienst änd, 06.03.2018

Weitere Informationen finden Sie unter Presseveröffentlichungen und Downloads. Details zu unseren Untersuchungen und Gesundheitschecks inklusive Laktattest / Laktat-Leistungsdiagnostik lesen Sie unter Ambulanz. Wenn Sie unser Know-how nutzen möchten, fragen Sie einfach online nach einem Termin im Zentrum für Prävention und Sportmedizin in München oder Starnberg – oder rufen Sie uns an. Wir sind gerne für Sie da!

„LAUF10" – auf in die 11. Runde!

In zehn Wochen vom Couch Potato zum zehn Kilometer-Läufer bzw. Walker – das ist die Idee hinter „LAUF10!“. 2007 hat das BR Fernsehen dieses Erfolgsprojekt gemeinsam mit uns als medizinischer Partner und dem Bayerischen Leichtathletikverband ins Leben gerufen. Mehr als 40.000 Menschen in ganz Bayern nahmen voriges Jahr daran teil. Mit unseren professionellen Trainingsplänen, angeleitet durch rund 200 Sportvereine und begleitet durch die „Abendschau“, haben sie die Gelegenheit genutzt, ihre Gesundheit und Ausdauer zu verbessern.

Am 30. April startet „LAUF10" in die neue Saison. Seien Sie dabei! Der Startschuss für die Trainer fiel bereits am 24. März (Rückblick Trainerseminar).

Stellvertretend für das ganze Team wünschen wir allen Teilnehmern:
- viel Spaß und Erfolg beim Training – möglichst ohne gesundheitliche Probleme
- Motivation, um den inneren Schweinehund zu bezwingen und über sich hinauszuwachsen
- einen großartigen Abschlusslauf am 13. Juli in Wolnzach!

Über unsere Facebook-Seite halten wir Sie stets auf dem Laufenden.

Linktipps:
- Gesundheitscheck-Fragebogen (PDF)
- „LAUF10!“-Trainingspläne (PDF)
ausführliche Erklärungen zu den "LAUF10!"-Trainingsplänen (PDF)
- „LAUF10!“-App
- Buchempfehlungen (u. a. „Schritt für Schritt endlich fit“)
- Laktat-Leistungsdiagnostik / Laktattest

Sportmedizinische Betreuung für Leistungssportler – spitze in München


Nach Olympia ist vor Olympia: Möchten Sie wissen, wie wir Medaillengewinner und Medaillenhoffnungen optimal medizinisch versorgen? Dann klicken Sie sich durch unsere neue Leistungssport-Broschüre (16 Seiten) sowie unseren Download-Bereich. Viel Spaß beim Lesen!

Darum geht es:
Bin ich gesund? Wie hat sich meine Fitness entwickelt? Wie belastbar ist mein Herz? Darf ich – etwa nach einem Infekt – wieder starten? Leistungssportler wollen sich auf ihren Körper verlassen. Wir helfen ihnen dabei. Für größten Nutzen bei geringstem Risiko. Vom Nachwuchsathleten bis zum Olympiasieger vertrauen Spitzensportler auf die sportmedizinische Betreuung unserer hochqualifizierten, erfahrenen Fachärzte. In der Prävention, im Training und im Wettkampf (Ambulanz / Leistungssport).

Wir sind:

➔ das größte Zentrum für Prävention und Sportmedizin in Deutschland
➔ das führende Zentrum für Sportkardiologie in Deutschland
➔ das größte sportmedizinische Untersuchungszentrum des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

Unsere Partner im Leistungssport
• Sportorthopädie am Klinikum rechts der Isar (Prof. Imhoff)
• Orthozentrum der Schön Klinik München Harlaching (Prof. Mayer)
• Fachgebiet für Konservative Orthopädie der TUM (Prof. Horstmann)
• OSP Bayern (Jens Geist, Klaus Pohlen)
• Lehrstuhl Biomechanik der TUM (Prof. Schwirtz)
• Lehrstuhl Sportpsychologie (Prof. Beckmann) an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TUM
• Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie der TUM (Prof. Oberhoffer)

Räumlich bestehen hervorragende personelle und strukturelle Voraussetzungen wie an keinem anderen Standort in Deutschland. Am Olympiapark, direkt an den Olympiastützpunkt Bayern angebunden, finanziert der Freistaat Bayern derzeit einen 140 Millionen Euro-Neubau der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TU München. 2022 soll dieser fertiggestellt sein – inklusive neuer Räumlichkeiten für die Versorgung im Leistungssport, mit sportmedizinischer Ambulanz und Biomechanik.
➔ Eine optimale sportmedizinische Betreuung der bayerischen Athleten ist aktuell und künftig in vollem Umfang gewährleistet.

PS: JEDER kann in unsere drei Ambulanzen in München und Starnberg kommen (Terminvereinbarung). Wir bieten eingehende internistische und kardiologische Untersuchungen für alle, die ihren Gesundheitsstatus erfahren und verbessern möchten, ob gesetzlich oder privat versichert. Pro Jahr betreuen wir mehr als 10.000 Patienten jeden Alters, vom Couch Potato über den Freizeitsportler bis zum Olympiasieger, vom Übergewichtigen über den Krebspatienten bis zum Herzpatienten.

Linktipps:

- Laktat-Leistungsdiagnostik / Laktattest

- Spiroergometrie

- Veröffentlichungen

Patientenforum „Bewegung und Sport – dem Krebs davonlaufen?“


Krebspatienten sollten sich ausruhen, um die Behandlung besser überstehen zu können. Diese Auffassung ist längst überholt – das haben zahlreiche wissenschaftliche Studien der vergangenen Jahre gezeigt. „Krebspatienten profitieren enorm von körperlicher Aktivität. Ein maßgeschneidertes Bewegungs- und Sporttraining gehört daher unbedingt in das Konzept der ganzheitlichen, optimierten Krebstherapie – zusammen mit einer angepassten Ernährung und psychologischer Unterstützung“, erklärte unser Ärztlicher Direktor Professor Martin Halle beim Patientenforum „Bewegung und Sport: Kann ich dem Krebs davonlaufen?“ am 14.03.2018 im Hörsaal der Augenklinik in München (Veranstaltungsflyer). Er setzt auf Bewegung statt Schonung.

Mehr als 100 Münchner
nahmen am Forum teil. Wer nicht dabei sein konnte, für den haben wir hier wichtige Informationen zusammengefasst.

Flyer „Aktiv gegen Krebs“
Buch „Lauf dem Krebs davon - Die Kraft des Sports zur Genesung nutzen“

Professor Halle betonte: „Es geht nicht darum, eine Chemotherapie durch Sport zu ersetzen – es geht darum, die Lebensqualität zu verbessern. Aus unseren großen Studien wissen wir auch: Je fitter ein Patient in eine Tumortherapie geht, umso besser verträgt er sie. Körperliche Aktivität holt Patienten aus ihrer Schockstarre. Eine Sporttherapie ermöglicht ihnen, das Heft wieder ein Stück weit selbst in die Hand zu nehmen. Wir empfehlen daher: Mit dem ersten Tag der Diagnose muss das Training beginnen.“ Mit einem individuellen, moderaten Bewegungstraining sowie ernährungsmedizinischen Maßnahmen unterstützen wir Patienten in allen Phasen einer Krebstherapie. Wir sind Vorreiter von „Sport als Medizin“ und dosieren körperliches Training wie ein Medikament („Sport auf Rezept“). Bereits 2008 haben wir eine Spezialambulanz für „Sport und Ernährung bei Krebs“ eingerichtet.

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache weltweit. Die Bedeutung des Lebensstils für die Prävention stellte unsere Ärztin Dr. Bianca Spanier heraus. Sie leitet unsere Studien zu „Krebs und Sport“. Fünf Faktoren seien zusammengerechnet für rund ein Drittel aller Krebsfälle verantwortlich:
- Rauchen
- Alkohol
- schlechte Ernährung
- Übergewicht
- Inaktivität

„Diese fünf Faktoren sind beeinflussbar – das heißt, wir können unser Risiko durch einen gesunden Lebensstil senken.“ Was, wenn man bereits an Krebs erkrankt ist? Hierzu verwies Dr. Spanier u. a. auf Daten aus 12 Beobachtungsstudien mit 1,44 Millionen Personen und 26 Krebsarten. Diese Studien ergaben: Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Risiko der Krebs-Sterblichkeit bei Darmkrebs um 24 Prozent und bei Brustkrebs um 25 bis 30 Prozent.

Etwa 60 bis 80 Prozent der Krebspatienten sind vom Fatigue-Syndrom betroffen. Durch eine individuelle Bewegungstherapie lässt sich die anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung sehr gut beeinflussen – das Wohlbefinden und die Vitalität steigen. Insgesamt gilt: Je ausgeprägter die Fatigue-Symptomatik, umso moderater muss die Bewegungstherapie sein.

Große Studien belegen zudem: Eine Bewegungs- bzw. Sporttherapie ermöglicht es, die Krebsbehandlung besser durchzustehen. Sie verbessert das Immunsystem, mindert Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie (u. a. Übelkeit, Magen-Darm-Probleme, Gewichtsveränderungen, Schmerzen, Schlafprobleme) und gilt als sicher, auch während einer Chemotherapie. Eine individuelle Betreuung durch geschultes Personal sei jedoch wichtig.

Seit bereits zehn Jahren betreut unsere Sportwissenschaftlerin Anika Berling-Ernst Krebssportgruppen. „Wir möchten Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen“, erklärte sie und gab praktische Tipps zur Bewilligung einer Bewegungs- bzw. Sporttherapie über Krankenkassen (Formular 56) und die Rentenversicherung (Formular G850). Sie nahm Betroffenen Berührungsängste, indem sie veranschaulichte, wie individuell Trainer auf jeden einzelnen Patienten eingehen - ob bei Brustkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs oder anderen Krebsarten. Sie berichtete aus ihrer langjährigen Erfahrung und der neuen Lebensqualität, die die körperliche Aktivität Betroffenen ermöglicht. Auch bei einer fortgeschrittenen Krebserkrankung sei es nicht zu spät, um anzufangen. Und niemand müsse sich überfordern – ohnehin seien fünf Mal wöchentlich zehn Minuten Training besser als ein Mal pro Woche 50 Minuten.

Vorteile einer Bewegungs-/Sporttherapie für Krebspatienten
✓ Positiver Einfluss auf die Psyche
✓ Verbesserung der Lebensqualität
✓ Verbesserung der Körperwahrnehmung
✓ Verminderung des Erschöpfungs- und Müdigkeitssyndroms (Fatigue-Symptomatik)
✓ Wiedererlangen bzw. Erhalt von Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit
✓ Besseres Durchstehen von Chemo-, Strahlen- oder Hormontherapie
✓ Besseres Ansprechen der Krebstherapie
✓ Weniger Nebenwirkungen wie Übelkeit, Magen-Darm-Probleme, Gewichtsveränderungen, Schmerzen
✓ Bei einigen Krebsarten Verbesserung der Prognose

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin in einer unserer Ambulanzen in München oder Starnberg vereinbaren möchten, melden Sie sich einfach bei uns. Wir sind gerne für Sie da!

Fast 500 Teilnehmer bei prevenTUM-Fortbildung „Muskeln. Sehnen. Herz.“


Was für eine Resonanz! Fast 500 Ärzte, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Trainer und Journalisten kamen gestern zur prevenTUM-Fortbildung „Muskeln. Sehnen. Herz.“ ins Klinikum rechts der Isar. Gemeinsam mit der Abteilung für Sportorthopädie, Klinikum rechts der Isar (Univ.-Prof. Imhoff) präsentierten und diskutierten wir neueste sportkardiologische und sportorthopädische Erkenntnisse und gaben konkrete Empfehlungen für den Praxis- bzw. Trainingsalltag.

Link zur Titelgeschichte in Münchner Ärztliche Anzeigen (Ausgabe 03.03.2018)


„Früh genug eingreifen, nicht, dass man nachher nichts mehr reparieren kann“, lautete das Fazit der Fachärzte der Abteilung für Sportorthopädie (Ambulanz / Poliklinik). Mit eindrücklichen Beispielen aus ihrer Ambulanz zeigten sie, welche Ergebnisse durch konservative bzw. operative Therapie erreicht werden können. Hinter Schmerzen und Einschränkungen in der Beweglichkeit stecke häufig ein multifaktorielles Problem, erklärten die erfahrenen Spezialisten, die seit vielen Jahren internationale Spitzensportler versorgen und beraten. Ein tägliches, gezieltes und durch Experten angeleitetes Training u. a. zur Kräftigung könne Therapieerfolge verbessern und weiteren Problemen vorbeugen. Bei Schmerzen und Sportverletzungen sei eine komplexe Therapie erforderlich. Die aktive Mitarbeit der Patienten sei dabei von entscheidender Bedeutung.

Frisch zurück aus
Pyeongchang, informierte unser Leitender Oberarzt PD Dr. Johannes Scherr u. a. über die Herausforderung vor und während der Olympischen Spiele, die Spitzensportler und Medaillenhoffnungen vor Virusinfekten zu schützen. Zur Prävention habe sich bei den deutschen Athleten bewährt:
- Schleimhautpflege: Nasenspray mit Kochsalz bzw. Inhalation + mindestens drei Liter pro Tag trinken (Wasser, Tee)
- Impfprophylaxe
- Vitamin D- und Zinkmangel vermeiden
- Schlafmangel vermeiden
- Handdesinfektion
- gesunde Ernährung

Menschenmassen sowie Stress vermeiden, gelten zusätzlich als wichtige Tipps in der Vorbeugung. Bei den Sportlern ließ sich das natürlich nicht vermeiden", erklärte Dr. Scherr. Dass die deutsche Mannschaft anders als andere Nationen vom Noro-Virus verschont blieb, führt er auf die intensive Infektprophylaxe zurück. So nutzte das Team phasenweise die Mensa des Olympischen Dorfes nicht mehr, sondern ließ sich über einen eigenen Koch separat verpflegen. Die Ärzte sensibilisierten die Sportler immer wieder, die Händedesinfektion zu benutzen und Händeschütteln zu vermeiden.

Ein großes Thema der Fachveranstaltung war auch, wie Sportler nach Virusinfekten einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und dem Worst Case dem plötzlichen Herztod – vorbeugen können. Dr. Scherr zeigte Beispiele junger Spitzensportler, die nach einer Influenza verstorben waren, weil sie zu früh wieder ins Training eingestiegen waren bzw. Wettkämpfe bestritten hatten. Seine Faustregeln – kein Sport bei:
- Fieber (38 Grad oder mehr bzw. Körpertemperatur 0,5 Grad höher als normal)
- Ruhepuls 10 Schläge höher als normal (morgens noch im Bett liegend messen)
- Erkältungssymptomen unterhalb des Genicks, etwa Gliederschmerzen (Neck-Check“)

Ärzten empfahl er, Freizeit- und Leistungssportler genau und engmaschig anzuschauen, zu untersuchen und zu beraten. Ob ein Athlet sich wieder belasten könne, sei von vielen individuellen Faktoren abhängig. Als langjähriger Mannschaftsarzt des DSV verwies er hierzu auf sein vielfach veröffentlichtes Zitat während der Ski-WM 2011, als Maria Riesch zunächst aufgrund einer Influenza nicht trainieren konnte, drei Tage später dann Bronze holte: Von den letzten Blutwerten her kann sie starten. Aber es sind nicht Blutwerte, die den Berg runterfahren, sondern es ist Maria.“ Die letzte Entscheidung treffen die Athleten.

er es gilt zu bedenken, dass nicht die Blutwerte den Berg hinunterfahren müssen, sondern Maria. - derstandard.at/1297818200651/Maria-InfluenzaDass die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen im Medaillenspiegel an zweiter Stelle landete, führten Medien aus aller Welt nach einer Veröffentlichung der New York Times darauf zurück, dass die Athleten 3.500 Liter (alkoholfreies) Weißbier in Pyeongchang dabei hatten. In der weltgrößten Marathonstudie hatte Dr. Scherr nachgewiesen, dass dessen hochkonzentrierte Polyphenole das Immunsystem stärken, die Regeneration fördern und Athleten so ein härteres Training ermöglichen.

„Das Sportherz: physiologisch oder pathologisch?“
lautete das Vortragsthema unseres Oberarztes Professor Jürgen Scharhag. „Leistungssport scheint dem Herzen nicht zu schaden. Der plötzliche Herztod ist bei Leistungs-, aber auch Freizeitsportlern ein sehr seltenes Ereignis“, erklärte der Gründer der Arbeitsgemeinschaft Sportkardiologie der DGK. Häufigste Ursachen für den plötzlichen Herztod seien in der Altersgruppe unter 35 Jahren vielmehr Kardiomyopathien bzw. angeborene Herzerkrankungen. Bei älteren Sportlern sei die Koronare Herzkrankheit (KHK) der häufigste Grund. Ionenkanalerkrankungen, eine akute Myokarditis oder hochgradigen Klappenerkrankungen erhöhten ebenfalls das Risiko, sagt Scharhag. Er rät daher auch Amateursportlern zu einem kardiovaskulären Screening. „Die Sporttauglichkeits-Untersuchungen sollten allerdings von Ärzten durchgeführt werden, die über Erfahrung mit Leistungssportlern verfügen“, forderte der Mannschaftsarzt der U21-Fußballnationalmannschaft auch in Medscape.

„Kardiale Schädigungen durch Ausdauersport werden schon lange und kontrovers diskutiert, aktuell etwa die kernspintomographische myokardiale Kontrastmittelanreicherung bei 9 von 54 Triathleten im Alter von 44 +- 10 Jahren sowie die bei körperlich Hochaktiven im Alter von 55 +- 9 Jahren vermehrt nachgewiesene Koronarverkalkung“, informierte der Sportmediziner. „Demgegenüber stehen aber Befunde an Hochleistungssportlern, die sowohl die physiologische Hypertrophie des Sportherzens als auch die höhere Lebenserwartung gegenüber der Normalbevölkerung belegen.“ Beispielsweise lebten 15.000 olympische Medaillengewinner durchschnittlich knapp drei Jahre länger als gematchte Kontrollen der Normalbevölkerung. Um verlässlich das kardiovaskuläre Risiko von Leistungssport beurteilen zu können, seien jedoch prospektive Längsschnittstudien notwendig.

Neben knapp 500 Ärzten, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Trainer und Journalisten durften wir auch zwei Special Guests begrüßen:
- Tosenden Applaus erhielt Weltseniorensportler Guido Müller (79), als er dem Publikum erzählte, wieviele Medaillen er bereits in der Senioren-Leichtathletik gewonnen hat - bisher 44x Gold bei Weltmeisterschaften. Aktuell hält er 15 Weltrekorde. Am kommenden Wochenende startet er bei den Deutschen Hallenmeisterschaften. Sport bedeutet für ihn Lebensqualität. Seit vielen Jahren kommt er zur präventivmedizinischen Untersuchung inkl. Laktattest zu uns.
- Bianca Meyer, Siegerin des München Marathons 2017 und Deutschland-Siegerin des Wings for Life World Runs 2017 (mit 51,23 km)

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und Referenten
für einen interessanten, unterhaltsamen und kurzweiligen Abend! Wir freuen uns schon auf die nächsten Kongresse, Symposien und Fortbildungen!

Unser Leitender Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Scherr in der New York Times

Portrait Oberarzt Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Scherr

Alkoholfreies Weißbier enthält in hohen Konzentrationen Polyphenole. Diese stärken das Immunsystem, fördern die Regeneration und ermöglichen Athleten so ein härteres Training. Diesen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen unseres Leitenden Oberarztes Priv.-Doz. Dr. Johannes Scherr hat sich während der Olympischen Spiele die New York Times angenommen. Von The Times bis USA Today, von The Guardian bis Korea Times, ziehen nun Medien aus der ganzen Welt nach – aus Deutschland, USA, Großbritannien, Korea, der Schweiz, Niederlande, Frankreich und vielen weiteren Ländern.

Link zur New York Times-Veröffentlichung
("German Olympians Drink a Lot of (Nonalcoholic) Beer, and Win a Lot of Gold Medals")


Eckdaten zur weltweit größten Marathonstudie „Be-MaGIC“
(Beer, Marathon, Genetics, Inflammation and the Cardiovascular System-Trial):
Im Rahmen einer randomisierten, doppelt verblindeten und Placebo-kontrollierten Studie erhielten Läufer drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem München Marathon 2009 alkoholfreies Weißbier. Die Untersuchungen ergaben: Diese Läufer erlitten nach dem Rennen signifikant weniger Entzündungen und weniger Infektionen der oberen Atemwege als Läufer, die ein Placebo erhalten hatten. Insgesamt nahmen 277 Läufer an der Studie teil.

Ihre wissenschaftliche Anerkennung erhielt die Studie vor rund 7.000 Wissenschaftlern, Ärzten und Trainern beim weltweit größten Kongress für Sportmedizin in Denver, durchgeführt vom American College of Sports (ACSM).

Linktipps:
- Ergebnisse der „Be-MaGIC“-Studie im Detail
- Ausgewählte wissenschaftliche Studien unseres Zentrums im Überblick
- Sportmedizin / Leistungssport
- Sportmedizin / Freizeitsport

„30 Mio. für den bayer. Sport“ (Sportschule Oberhaching): Stellungnahme

Falsche Behauptungen von BLSV-Vizepräsident Harald Stempfer über Sportmedizin in Bayern, um Fördergelder zu erhalten


Für 30 Millionen Euro soll die Sportschule Oberhaching saniert und modernisiert werden. Gegenüber des Innenausschusses des Bayerischen Landtags und der Presse erklärte BLSV-Vizepräsident Harald Stempfer, dass die medizinische Betreuung der Spitzensportler in Bayern „verbesserungswürdig“ sei und dass die bayerischen Spitzensportler für die Leistungsdiagnostik eine vier Stunden lange Autofahrt nach Leipzig in Kauf nehmen müssten.
 
Diese Aussagen sind falsch. Sie verwundern insbesondere deshalb, da offensichtlich vom Vizepräsidenten des BLSV keine Kenntnisse zu aktuellen Strukturen im bayerischen Leistungssport vorliegen oder diese gezielt nicht richtig dargestellt werden, um öffentliche Gelder für die Sportschule Oberhaching zu erhalten.

Lesen Sie hierzu eine Stellungnahme von:
- Univ.-Prof. Dr. med. Martin Halle (Ärztlicher Direktor Sportmedizin, TU München)
- Klaus Pohlen (Leiter Olympiastützpunkt Bayern)
- und Prof. Dr. Ansgar Schwirtz (Dekan Fakultät Sport- und Gesundheitswissenschaften, TU München)

Pressekontakt für Interviewanfragen:
Heidi Willmann, 08142 / 284 2554, 0179 / 39 86 809, h.willmann@gespraechsstoff.com
Pressefotos zum Download

Zeitumstellung als Herausforderung – Dr. Scherr bei Olympia

Portrait Oberarzt Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Scherr

Die Zeitumstellung bezeichnet Dr. Johannes Scherr, Leitender Oberarzt des Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München, als besondere Herausforderung für die deutschen Olympiastarter in Pyeongchang. Der Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin sowie Bereichsleiter Leistungssport ist zum dritten Mal als Olympiaarzt tätig. Im Interview hat er uns verraten, wie er und seine Kollegen die Athleten präventiv betreuen, wann sie Sportlern von einem Start abraten und ob er Streif-Sieger Thomas Dreßen zutraut, der nächste deutsche Ski-Olympiasieger zu werden.

Als Leitender Disziplinarzt Ski alpin des DSV werden Sie in Pyeongchang zum dritten Mal bei Olympischen Winterspielen tätig sein. Wie bereiten Sie sich vor?
„Die Vorbereitung läuft schon seit Monaten – angefangen von einem Vorbereitungs-Seminar des DOSB bis zu Betreuung unserer Athleten bei Testwettkämpfen vor Ort. Je näher es auf die Spiele zugeht, erfolgt eine immer engere Abstimmung mit dem Betreuer- und Trainerstab.“
 
154 deutsche Sportler werden in Pyeongchang starten. Sie und Ihre Ärztekollegen haben mehrere Dutzend potentielle Patienten. Wie unterstützen Sie die Sportler präventiv?
„Aus internistischer Sicht bin ich für Ski Alpin, Ski Cross, Buckelpiste, Halfpipe und Slopestyle zuständig, beratend noch für Skisprung. Unser Ziel ist, das Ausfallsrisiko – sei es durch Erkrankungen wie Magen-Darm-Grippe oder Verletzungen – so gering wie möglich zu halten. Aktuell haben wir ein Merkblatt für Athleten zur Infektprophylaxe erstellt. Dann arbeiten wir noch mit Chronobiologen zusammen, damit die Zeitumstellung möglichst gut vertragen wird.“  

Welche weiteren Aufgaben haben Sie vor Ort?
„Die Betreuung der Athleten bei den Wettkämpfen sowie im Falle von Erkrankungen auch außerhalb der Wettkämpfe. Außerdem bin ich für die medizinische Betreuung des gesamten Betreuerteams sowie einiger VIP-Gäste zuständig.“

Wie werden Ihre Arbeitstage aussehen?
„Lang. Meist geht es morgens um etwa 6 Uhr mit der Mannschaft an den Berg bzw. die Wettkampfstätte, um dann beim Training bzw. Wettkampf dabei zu sein. Meist sind mehrere Sportarten an einem Tag zu betreuen. Dann Wechsel zwischen den Wettkampfstrecken. Nach Rückkehr in die Unterkunft versorgen wir die Athleten, um so eventuelle Erkrankungen möglichst frühzeitig optimal zu behandeln. Bevor unser Tag zu Ende ist, kümmern wir uns noch um die administrative Arbeit – Stichwort Dokumentation.“

Welche besonderen Herausforderungen kommen in Pyeongchang auf die Athleten zu? Was kann sich auf die Leistungsfähigkeit auswirken?
„Definitiv die Zeitumstellung. Pyeongchang ist der Mitteleuropäischen Zeit um acht Stunden voraus. Für Wettkämpfe, die nach der dortigen Ortszeit am Abend sein werden, ist dies nicht so schlimm. Für die Athleten, die schon am Morgen dran sind, sollte eine möglichst frühzeitige Umstellung angestrebt werden.“

Nach einer Virusgrippe ist Viktoria Rebensburg wieder in Goldform. Welche Untersuchungen ermöglichen es Ihnen und Ihren Kollegen, kurzfristig zu entscheiden, ob ein Sportler bei bzw. nach einer Infektionskrankheit der Wettkampfbelastung gewachsen ist? Wann raten Sie von einem Start ab?
„Dank unserer klinischen Erfahrung und der jahrelangen Zusammenarbeit mit den Athleten kennen wir diese sehr gut. Das heißt, wir wissen, wann wir einen Athleten „rausnehmen“ müssen. Somit spielen Anamnese und klinische Untersuchung eine ganz zentrale Rolle. Unterstützend können Laboruntersuchungen herangezogen werden. Die letzte Entscheidung trifft jedoch der Athlet selbst. Unvergessen, wie Maria Riesch bei der Ski-WM 2011 von einer Virusgrippe ausgebremst wurde. Damals betonte ich: „Von den letzten Blutwerten her kann sie starten. Aber es sind nicht Blutwerte, die den Berg runterfahren, sondern es ist Maria.“ Von Wettkampfbelastungen raten wir auf jeden Fall bei Vorliegen systemischer Entzündungszeichen wie Fieber oder Husten ab.“

Mit Felix Neureuther und Stefan Luitz fallen zwei Medaillenkandidaten weg. Trauen Sie Streif-Sieger Thomas Dreßen zu, der nächste deutsche Ski-Olympiasieger zu werden?
„Thomas hat gezeigt, dass er sich in der Weltspitze etabliert hat. Diese Saison hat er schon einige Top-Resultate erzielen können. Da es sich bei Ski Alpin um einen Outdoor-Sport handelt, kann man mit dem entsprechenden Können und ein bißchen Glück wie zum Beispiel beim Wetter auch als Überraschungsmann gewinnen. Ich denke, es ist nicht ausgeschlossen, dass er ganz vorne mitfährt. Ob es letztlich dann für das Podest oder gar den Sieg reicht, hängt auch von der Tagesform ab, da die Leistungsdichte der Herren so groß ist, dass es vorne wie zuletzt beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen ganz eng zugeht.“

Münchner Ärztliche Anzeigen: Titelthema „Bewegung als Medikament“

Um Sport als Medizin zu nutzen, brauchen Patienten „unbedingt eine klare Anweisung“ – dazu fordert unser Ärztlicher Direktor, Professor Martin Halle, Ärztekollegen in der Fachzeitschrift Münchner Ärztliche Anzeigen (Ausgabe 02/2018) auf. „Ich sage zu Ihnen ja auch nicht: „Hier haben Sie eine Tüte mit Medikamenten. Suchen Sie sich mal eines heraus, das Ihnen am besten schmeckt.“

Das ganze Interview (3 Seiten) lesen Sie im PDF.

Professor Halle macht sich für ein individuelles, körperliches Training stark. Er beschreibt eindrucksvoll bedeutende Studienergebnisse und den Erfolg maßgeschneiderter Sporttherapien für Patienten mit verschiedensten Erkrankungen – ob nach Herzinfarkt, bei Vorhofflimmern oder Diabetes.

Das Feld der Sportkardiologie entwickle sich immer mehr. Auf die Frage, was die Zukunft seiner Ansicht nach bringen kann, antwortete er:
„... Mit der Sportkardiologie können wir noch viel für die Lebensqualität der Patienten herausholen. Künftig wird es darum gehen, für unterschiedliche Indikationen ein Trainingsprogramm klar zu definieren, zu überwachen und sich telemonitorisch an die niedergelassenen Kardiologen und die Allgemeinärzte anzudocken. Ich bin sicher, dass Hausärztinnen und Hausärzte in wenigen Jahren an der elektronischen Patientenkarte nicht nur die Medikation, sondern auch die Aktivität des Patienten ablesen werden. Unsere bisher durchgeführten Multicenter-Studien gehen in diese Richtung. Weitere Zentren in Deutschland nehmen das Thema auf und kommen für Information und Schulung hierher. Durch dieses Schneeballsystem wird die Kompetenz deutschlandweit größer werden.“

Veranstaltungstipp: prevenTUM-Fortbildung „Muskeln. Sehnen. Herz.“ am 28.02.2018

Sie möchten sich bei uns untersuchen und beraten lassen?
Wir sind gerne für Sie da!

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