bestform-Studie: Mehr Lebensqualität im Alter

Für die wissenschaftliche Studie „bestform. Sport kennt kein Alter“ suchen wir 20 Senioreneinrichtungen in und um München. +++ Prof. Halle: „Regelmäßiges körperliches Training ist die beste Medizin, um die Lebensqualität zu erhalten.“ +++ Langfristiges Ziel der von der Beisheim Stiftung geförderten Studie: ein ganzheitliches, universal einsetzbares Bewegungsprogramm für Senioreneinrichtungen in ganz Deutschland zu entwickeln. +++ Interessierte Einrichtungen können sich ab sofort bei Projektleiterin Nina Schaller melden, unter der Telefonnummer 089 / 289 244-23 oder per Email an nina.schaller@mri.tum.de.

Pressemappe mit Details und einem Experten-Interview mit Univ.-Prof. Halle, Video zur Studie
• tz-Titelgeschichte vom 20.5.: Seite 1 (Ausschnitt), Seite 4, Seite 5; Münchner Merkur vom 20.5.
• Projektseite www.sport.mri.tum.de/bestform

Auszug aus der Pressemappe: Ob beim Aufstehen, Gehen, Treppensteigen oder dem nächtlichen Gang zur Toilette: Fast ein Drittel der 65-Jährigen sowie die Hälfte der über 80-Jährigen stürzen jährlich mindestens einmal – das belegen gemeinsame Zahlen des Robert Koch-Instituts, des Deutschen Zentrums für Altersfragen und des Statistischen Bundesamts. Die drei Institutionen gehen von etwa fünf Millionen Stürzen älterer Menschen pro Jahr aus. Stürze sind die häufigste Ursache von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit. „Wenn wir nicht gezielt trainieren, verlieren wir bis zum 80. Geburtstag etwa 50 Prozent unserer Muskelmasse und haben ein erhöhtes Risiko für Stürze, Brüche, Bettlägerigkeit und soziale Isolation“, erklärt Prof. Halle.

Die wissenschaftliche Studie „bestform. Sport kennt kein Alter“ soll Grundlage für ein aktives, selbstbestimmtes und gelingendes Altern werden. Dazu wurde im Vorfeld ein sechsmonatiges Pilotprojekt mit 77 Teilnehmern zwischen 75 und 104 Jahren im KWA-Stift Rupertihof in Rottach-Egern und im Diakoniewerk München-Maxvorstadt durchgeführt. Auf Basis der wissenschaftlichen Auswertungen des Pilotprojekts führt unser Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München eine cluster-randomisierte Längsschnittstudie durch, die die gesundheitsfördernden Effekte des Trainingsprogramms nachweisen soll. Dafür suchen wir ab sofort 20 Seniorenheime, Seniorenresidenzen und Betreutes Wohnen im S-Bahn-Einzugsgebiet mit mindestens 50 Bewohnern und einer zumindest provisorischen Fläche für fünf bis sieben Krafttrainingsgeräte. Damit das Projekt wissenschaftlich durchgeführt werden kann, müssen die interessierten Einrichtungen bereit sein, sowohl als Trainings- oder Kontrolleinrichtung teilzunehmen. Die Zuordnung erfolgt per Los. Jeweils zehn Einrichtungen werden Trainings- oder Kontrolleinrichtung. Mit Unterstützung des Studienteams wird in den Trainingseinrichtungen zunächst ein Trainingsbereich installiert. Die Krafttrainingsgeräte sind altersangepasst und so auch für Hochbetagte einfach zu bedienen.

Bewohner der Trainingseinrichtungen haben die Gelegenheit, zweimal wöchentlich kostenfrei, unter professioneller Anleitung und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ein Kraft-, Koordinations- und Ausdauertraining zu absolvieren. Das Training erstreckt sich über sechs Monate, in denen die Teilnehmer zuvor, während und danach internistisch und sportmedizinisch untersucht werden. Teilnehmer der Kontrolleinrichtungen erhalten bei zwei Informationsveranstaltungen Tipps zu gesundem Altern. Zusätzlich werden auch sie im Studienverlauf regelmäßig bezüglich ihrer Gesundheit und ihres Sturzrisikos untersucht.

Das Projekt beginnt im Januar 2020 und läuft bis Dezember 2021. Die Kosten für Training, Geräte und Untersuchungen werden im Rahmen des Projekts übernommen. Interessierte Einrichtungen können sich ab sofort bei Projektleiterin Nina Schaller melden, unter der Telefonnummer 089 / 289 244-23 oder per Email an nina.schaller@mri.tum.de.

In unserer aktuellen Pressemappe finden interessierte Einrichtungen viele Details zu unserem Aufruf. Hintergründe zur Wichtigkeit von körperlichem Training im Alter erfahren Sie in unserer Pressemappe vom Juni 2018 sowie im Video der Beisheim Stiftung.

Zurück

Sie möchten sich bei uns untersuchen und beraten lassen?
Wir sind gerne für Sie da!

zur Terminvereinbarung