Mit Sport gegen erblichen Brustkrebs

Samstag, 30. Juni: Patientinnentag im Klinikum rechts der Isar +++ Neue Erkenntnisse und Empfehlungen zu Prävention und Therapie (Schulmedizin + Naturheilverfahren) +++ Expertenvorträge durch Dr. Daniela Paepke, Oberärztin der Frauenklinik, Präventivmediziner Prof. Martin Halle u. v. m. +++ Grußwort durch Prof. Marion Kiechle, Wissenschaftsministerin und ehemalige Direktorin der Frauenklinik +++ Teilnehmerinnen für LIBRE-Studie gesucht


Rund 75.000 Frauen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu an Brustkrebs. Bis zu 20 Prozent sind familiär vorbelastet. Inwiefern Ausdauersport und eine Ernährungsumstellung bei diesen Hochrisikopatientinnen präventiv wirken und die Lebensqualität verbessern, untersucht derzeit die sogenannte LIBRE-Studie. Sie ist die weltweit erste vorausschauende Studie zu diesem Thema. Initiiert wurde sie von der Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar der TU München. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt die Studie finanziell.

Was erwarten die Mediziner von der Studie, wie können Frauen ihr persönliches Risiko für Brust- und Eierstockkrebs senken und wie lässt sich eine Krebsbehandlung naturheilkundlich unterstützen? Darüber informieren renommierte Experten beim kostenfreien Patientinnentag „Brust- und Eierstockkrebs“ am Samstag, 30. Juni, von 9:30 bis 15:30 Uhr im Klinikum rechts der Isar, Ismaninger Straße 22, Hörsaal B.

Vorträge halten u. a. Dr. Daniela Paepke, Oberärztin der Frauenklinik und Prof. Martin Halle vom Zentrum für Prävention und Sportmedizin der TU München. Wissenschaftsministerin Prof. Marion Kiechle wird das Grußwort sprechen. Veranstalter ist die Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen.

Dr. Paepke: „Wir zeigen Krebspatientinnen auf, wie sie sich aus der passiven Rolle befreien und aktiv zum Therapieerfolg beitragen können. Etablierte Verfahren wie zum Beispiel eine Mistel-Therapie sowie eine Bewegungstherapie können nachweislich dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern und die Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung (etwa das Fatigue-Syndrom) zu senken.“

Teilnehmerinnen für LIBRE-Studie gesucht
Mit Bewegung und Ernährung gegen erblichen Brustkrebs – inwiefern lassen bei Hochrisikopatientinnen durch einen gesunden Lebensstil Lebensqualität und Prognose verbessern? Das untersucht die LIBRE-Studie, die in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe durchgeführt wird. 750 Patientinnen in deutschlandweit 18 Zentren sollen daran teilnehmen. Noch werden Teilnehmerinnen gesucht. Information über Daniela Schemmer von der Frauenklinik, Tel. 089 / 41 40-24 233.
Wer kann teilnehmen? Gesunde und erkrankte Frauen mit Mutationen in den Genen BRCA 1 und BRCA 2, im Alter zwischen 18 und 70 Jahren.

Was erwartet die Teilnehmerinnen? Die Interventionsgruppe absolviert ein dreimonatiges Programm mit strukturiertem Ausdauertraining und betreuter Ernährungsumstellung Kost. Die Kontrollgruppe erhält eine einmalige Aufklärung über den Nutzen regelmäßiger körperlicher Aktivität sowie zu gesunder Ernährung. Die Teilnehmerinnen beider Gruppen werden zu Beginn der Studie, nach drei Monaten und dann einmal jährlich sportmedizinisch untersucht und befragt.
Mit welchen Ergebnissen rechnen die Experten? Sie erwarten eine deutliche Verbesserung der körperlichen Fitness, des Ernährungszustandes, des Gewichtes, der Stressverarbeitung und der Lebensqualität. Langfristig wollen sie mit der Studie Wege finden, das Risiko des (Wieder-)Auftretens von Brustkrebs zu senken.

Hintergrund zu Bewegungs- und Sporttherapie
„Aus unseren großen Studien wissen wir: Je fitter ein Patient in eine Tumortherapie geht, umso besser verträgt er sie. Körperliche Aktivität holt Patienten aus ihrer Schockstarre. Eine Sporttherapie ermöglicht ihnen, das Heft wieder ein Stück weit selbst in die Hand zu nehmen. Wir empfehlen daher: Mit dem ersten Tag der Diagnose muss das Training beginnen“, erklärt Prof. Martin Halle, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München. Mit einem individuellen, moderaten Bewegungstraining sowie ernährungsmedizinischen Maßnahmen unterstützt sein Zentrum Patienten in allen Phasen einer Krebstherapie. Prof. Halle ist Vorreiter von „Sport als Medizin“. Er dosiert körperliches Training wie ein Medikament („Sport auf Rezept“). Bereits 2008 hat er eine Spezialambulanz für „Sport und Ernährung bei Krebs“ eingerichtet.

Linktipps:

- Flyer Patientinnentag

- Flyer zur LIBRE-Studie

- Frauenklinik empfiehlt Naturheilverfahren ergänzend zur Schulmedizin

- Flyer „Aktiv gegen Krebs“

- Nachbericht Patientenforum „Bewegung und Sport – dem Krebs davonlaufen?“

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