Mittwoch, 24.10.: Kostenfreie prevenTUM-Fortbildung „Impfungen“

Etwa 9 Millionen Menschen in Deutschland waren von der vergangenen Grippewelle betroffen. Rund 4.500 Frauen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu an Gebärmutterhalskrebs. 88 der 96 Landkreise Bayerns gelten seit diesem Jahr als FSME-Risikogebiet. Soll ich mich impfen lassen – ja, nein, vielleicht? Impfungen sorgen stets für reichlich Diskussionsstoff, ob es um die Wirksamkeit geht oder um möglicherweise gefährliche Nebenwirkungen.

Gemeinsam mit Experten bringen wir Sie bei unserer prevenTUM-Fortbildung „Impfungen“ auf den aktuellen Stand der Wissenschaft. Erfahren Sie neue Erkenntnisse zu vorbeugenden Impfungen gegen Influenza, HPV und FSME sowie zur therapeutischen Impfung gegen Hepatitis B. Auch bezüglich HIV-Infektion und Impfung gibt es hochaktuelle Neuigkeiten. Freuen Sie sich auf vier packende Vorträge! Und nutzen Sie die Gelegenheit, sich im Anschluss mit den Experten auszutauschen.

Ärzte, Sport- und Ernährungswissenschaftler, Physiotherapeuten, Trainer / Sportlehrer, medizinisches Personal und Journalisten laden wir herzlich ein zur:
- kostenfreien prevenTUM-Fortbildung „Impfungen“
- am Mittwoch, 24. Oktober 2018
- ab 18:15 Uhr
- im Klinikum rechts der Isar (Pavillon), Ismaninger Straße 22, München

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VORTRAGSTHEMEN UND EXPERTEN – WARUM SIE AM 24. OKTOBER DABEI SEIN SOLLTEN

„Impfungen sind riskant, wenn man auf sie verzichtet“
, erklärt Prof. Martin Halle, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Prävention und Sportmedizin der TU München. Er und sein Ärzteteam thematisieren bei den Gesundheitschecks „Prävention“ immer auch den jeweiligen Impfstatus. Was Sie bei unserer prevenTUM-Fortbildung erwartet, hierzu gibt Prof. Halle Ihnen nachfolgend einen Überblick:

Vortrag 1: Alle Jahre wieder: Influenza
„Die Gefährlichkeit der Influenza wird häufig unterschätzt“, mahnt Dr. med. Andrea Wawer (Betriebsmedizin MRI, TU München). „Die Influenza ist in Deutschland die Infektionskrankheit mit der höchsten Sterblichkeitsrate.“ Etwa neun Millionen Menschen in Deutschland waren laut Robert-Koch-Institut von der vergangenen Grippewelle betroffen, mehr als 20.000 Menschen sind an Influenza gestorben. „Durch eine höhere Impfrate könnten viele schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle vermieden werden“, davon ist Dr. Wawer überzeugt. Bisher ist von den über 60-Jährigen, die am häufigsten in Zusammenhang mit einer Grippeinfektion sterben, nur etwa ein Drittel gegen Influenza geimpft. Was hat es mit dem neuen Vierfach-Impfstoff auf sich, wer sollte sich impfen lassen und wann? Dies und mehr erfahren Sie am 24. Oktober von der Betriebsmedizinerin.

Vortrag 2: Impfung als Prophylaxe – HPV und FSME
Rund 4.500 Frauen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu an Gebärmutterhalskrebs, etwa 1.500 Frauen sterben daran. Die HPV-Impfung schützt zu nahezu 100 Prozent vor dieser Krebsart und anderen mit HPV-Viren verbundenen Krebserkrankungen – sofern rechtzeitig geimpft wird. „Angesichts der hohen Wirksamkeit ist es traurig, dass nur etwa ein Drittel der 15-jährigen Mädchen geimpft sind“, erklärt Dr. med. Hedwig Roggendorf. Am Zentrum für Prävention, Ernährung und Sportmedizin (MRI, TU München) betreut sie die Reise-Impfsprechstunde / Gelbfieberimpfstelle Sie wird umfassend über die HPV-Impfung informieren, die neu auch für Jungen von den Krankenkassen übernommen wird, denn Jungen und Männer übertragen die Infektion verhältnismäßig leicht. Außerdem wird sie auf die FSME-Impfung eingehen, die noch wichtiger geworden ist, da seit diesem Jahr 88 der 96 Landkreise Bayerns als Risikogebiet gelten.

Vortrag 3: Impfung als Therapie – von der Theorie zur praktischen Anwendung bei Hepatitis B
Schutz durch Therapie? Weltweit sind etwa 260 Millionen Menschen von Hepatitis B betroffen. Rund 880.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen einer Infektion mit dem Virus. Für Patienten mit einer Hepatitis B-Erkrankung gibt es nun einen Hoffnungsschimmer: „Wir haben einen therapeutischen Impfstoff entwickelt, der über zwei nacheinander geschaltete Impfungen erstmals eine Chance auf Heilung bieten könnte“, erklärt Prof. Dr. med. Ulrike Protzer vom Institut für Virologie (Helmholtz Zentrum München, TU München). Nach erfolgreichen präklinischen Tests wird eine erste klinische Studie am Menschen vorbereitet. Details und Hintergründe wird Prof. Protzer bei unserer Fortbildung aufzeigen.

Vortrag 4: Update Prävention und Therapie der HIV-Infektion
Etwa 88.400 Menschen in Deutschland leben mit einer HIV-Infektion, so eine Schätzung des Robert Koch-Instituts für 2016. Die Zahl der jährlichen Neuinfektionen liegt bei circa 3.100, bis zu 500 Menschen sterben an den Folgen von Aids. Zum Vergleich: Mitte der neunziger Jahre starben in Deutschland bis zu 2.500 Menschen pro Jahr an der Krankheit. Die Zahlen sind rückläufig, dennoch vergehen bisher durchschnittlich fünf Jahre zwischen Infektion und Diagnose. Welche Neuigkeiten gibt es zur Prävention und Therapie einer HIV-Infektion – ist eine Impfung möglich? Was kann durch eine frühe Diagnose (etwa durch den neuen Selbsttest) und eine konsequente Therapie erreicht werden? Hierzu wird PD Dr. med. Christoph Spinner von der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II (MRI, TU München) sprechen.

Sie sehen, wir haben ein mehr als spannendes Programm für Sie vorbereitet. Lassen Sie sich unsere Fortbildung nicht entgehen!

Wir freuen uns auf Sie!


Hintergrund:
Gemeinsam mit Experten präsentieren und diskutieren wir bei unseren Fachveranstaltungen aktuelle Forschungsergebnisse und geben klare Handlungsempfehlungen für die Umsetzung. Klicktipp: Veranstaltungsarchiv

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