Studien / Onkologie

 

LIBRE-Studie

"Lifestyle Intervention study in women with hereditary BREast and ovarian cancer")
(LIBRE-Studie, 2015 bis mindestens 2021)

An dieser Lebensstil-Interventionsstudie nehmen Frauen teil, bei denen eine Veränderung im Erbgut – bei den sogenannten „Reparaturgenen" BRCA1 oder BRCA2 – festgestellt wurde. Schädigungen der Gene können eine Ursache von Krebszellen sein. Bei Frauen mit diesen „Reparaturgenen“ werden Schädigungen wieder beseitigt. Frauen, denen diese „Reparaturgene" fehlen, entwickeln dagegen zu 60 bis 80 Prozent in ihrem Leben Brust- oder Eierstockkrebs.

Wir möchten klären, inwieweit eine Lebensstil-Umstellung im Sinne einer vermehrten, körperlichen Aktivität und gesunder Ernährung das Auftreten der Krebserkrankung bei diesen Frauen verhindern kann. Seit März 2015 untersuchen wir zusammen mit der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar (Leitung: Prof. Marion Kiechle) und an 16 weiteren Studienzentren in Deutschland insgesamt 600 Trägerinnen einer BRCA1- oder BRCA2- Mutation.

Die Teilnehmerinnen wurden in zwei Gruppen zufallsverteilt:
1) Interventionsgruppe: Diese Frauen erhalten ein strukturiertes Ernährungs- und Sportprogramm.
2) Kontrollgruppe: Diese Frauen erhalten nur eine allgemeine Aufklärung zu gesundem Lebensstil.

Die Teilnehmerinnen werden über mindestens drei Jahre beobachtet, inklusive Änderungen im Lebensstil sowie Auftreten von Brust- / Eierstockkrebs.

Die Studie wird von der Deutschen Krebshilfe finanziell gefördert. 
Weitere Informationen: ClinicalTrials.gov (NCT02516540).

F-PROTECT und PROTECT-Studie

The Potential and Role Of Tertiary prevention by Exercise in Colon cancer Therapy

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung – sowohl bei Frauen, als auch bei Männern. Körperliche Aktivität kann das Risiko senken, an Darmkrebs zu erkranken. Verschiedene Beobachtungsstudien belegen bereits den positiven Effekt von körperlicher Aktivität auf das Überleben von Darmkrebspatienten.

Dass ein zusätzliches körperliches Training das krankheitsfreie Überleben signifikant verbessert, soll in der PROTECT-Studie gezeigt werden. Zusätzliches Training bedeutet hier ≥ 18 MET-h pro Woche (= ca. 4 Stunden zügiges Gehen pro Woche).

In einer Pilotstudie – der F-PROTECT-Studie – konnte die Machbarkeit eines 12-monatigen Trainingsprogramms mit 50 Darmkrebspatienten bereits gezeigt werden. Daher soll jetzt eine große Studie mit Interventions- und Kontrollgruppe an mehreren Standorten deutschlandweit folgen. Studienbeginn ist 2017.

Hauptuntersuchungsgegenstand ist das krankheitsfreie Überleben. Daneben werden Gesamtüberleben, Lebensqualität, Fatigue (starke Erschöpfung durch Erkrankung und Therapie), „psychological distress“ und körperliche Leistungsfähigkeit (VO2peak) untersucht.

Probandenanzahl:
750
 nach aktuellem Therapiestandard behandelte Kolon- oder Rektumkarzinompatienten im UICC-Stadium II-III 
(375 pro Studienarm)

Studiendauer:
7,5 Jahre. Die Studiendauer beinhaltet eine Rekrutierungszeit von 2,5 Jahren, eine 3-jährige Trainingsintervention und 2 Jahre Nachbeobachtungszeit je Patient.

Weitere Informationen: ClinicalTrials.gov (NCT01991847).

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Wir sind gerne für Sie da!

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